Priapismus – einseitige Gefäßanastomose

Urologie · Andrologie und Sexualmedizin

FachgruppeUrologie
ThemenbereichAndrologie und Sexualmedizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 1749
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550
GOÄ-Abrechnung für Priapismus – einseitige Gefäßanastomose

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entlastet einen ischämischen Priapismus und stellt durch Fistel beziehungsweise Gefäßanastomose den Abstrom wieder her, um irreversible Schwellkörperschädigung zu begrenzen. Die Versorgung umfasst einseitige Gefäßanastomose bei Priapismus.

Wann ist sie anwendbar?

Bei schmerzhafter Erektion über vier Stunden als urologischer Notfall nach Typisierung; invasive Shuntverfahren folgen bei ischämischem Verlauf auf erfolglose Punktion und medikamentöse Maßnahmen. Erforderliche Kernleistung: Einseitige Gefäßanastomose bei Priapismus; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1749KernpositionEinseitige Gefäßanastomose bei Priapismus
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Priapismus – beidseitige Gefäßanastomose“ sowie „Priapismus – transkutane Fistelbildung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1749: Einseitige Gefäßanastomose bei Priapismus

Ischämischer Priapismus

Shunttechnik

Perfusion

Wundversorgung

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.