Priapismus – transkutane Fistelbildung

Urologie · Andrologie und Sexualmedizin

FachgruppeUrologie
ThemenbereichAndrologie und Sexualmedizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 1751 und GOÄ-Nr. 5
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550
GOÄ-Abrechnung für Priapismus – transkutane Fistelbildung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entlastet einen ischämischen Priapismus und stellt durch Fistel beziehungsweise Gefäßanastomose den Abstrom wieder her, um irreversible Schwellkörperschädigung zu begrenzen. Die Abklärung umfasst transkutane Fistelbildung bei Priapismus.

Wann ist sie anwendbar?

Bei schmerzhafter Erektion über vier Stunden als urologischer Notfall nach Typisierung; invasive Shuntverfahren folgen bei ischämischem Verlauf auf erfolglose Punktion und medikamentöse Maßnahmen. Erforderliche Kernleistung: Transkutane Fistelbildung bei Priapismus; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1751KernpositionTranskutane Fistelbildung bei Priapismus
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Priapismus – beidseitige Gefäßanastomose“ sowie „Priapismus – einseitige Gefäßanastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1751: Transkutane Fistelbildung bei Priapismus

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung

Dauer und Typ des Priapismus

Durchblutung/Blutgasdiagnostik

Punktions-/Stanztechnik

Erfolg und Komplikationen

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.