Penisprothese – operative Entfernung

Urologie · Andrologie und Sexualmedizin

FachgruppeUrologie
ThemenbereichAndrologie und Sexualmedizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 1753
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550
GOÄ-Abrechnung für Penisprothese – operative Entfernung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entfernt eine Penisprothese bei Infektion, Erosion, Defekt oder nicht beherrschbaren Beschwerden und saniert das Implantatlager. Der Eingriff umfasst entfernung einer Penisprothese.

Wann ist sie anwendbar?

Bei gesicherter Prothesenkomplikation; Keimgewinnung, Gewebeschaden und Option eines sofortigen oder späteren Ersatzes sind in die Operationsplanung einzubeziehen. Erforderliche Kernleistung: Entfernung einer Penisprothese; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1753KernpositionEntfernung einer Penisprothese
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – Implantation einer hydraulischen Penisprothese“ sowie „Priapismus – beidseitige Gefäßanastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1753: Entfernung einer Penisprothese

Explantationsindikation

Infektionsbefund

Entfernung und Spülung

Wundversorgung

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

Ähnliche Abrechnungsfälle

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.