Welche GOÄ-Ziffern sind für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ in Betracht?
Für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 4042 und GOÄ-Nr. 250 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 4021, GOÄ-Nr. 4026 und GOÄ-Nr. 4041 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ stehen Hypogonadismus, Testosteronmangel, Libidoverlust, Andrologie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung |
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 4042 | Kernposition | M-III-Labor nur bei zulässiger eigener Leistung; Entnahmezeit dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 4021 | Bedingt / alternativ | Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung. |
| GOÄ-Nr. 4026 | Bedingt / alternativ | Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung. |
| GOÄ-Nr. 4041 | Bedingt / alternativ | Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung. |
| GOÄ-Nr. 250 | Kernposition | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung
Kernposition der Kombination
Symptombezogene Untersuchung
Kernposition der Kombination
M-III-Labor nur bei zulässiger eigener Leistung; Entnahmezeit dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung.
Kernposition der Kombination
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ sowie „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hypogonadismus, Testosteronmangel, Libidoverlust, Andrologie
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1: Beratung
GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 4042: M-III-Labor nur bei zulässiger eigener Leistung; Entnahmezeit dokumentieren.
Symptome und Sexual-/Fertilitätsanamnese
Morgendliche Entnahmezeit
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (Beratung); GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung); GOÄ-Nr. 4042 (M-III-Labor nur bei zulässiger eigener Leistung; Entnahmezeit dokumentieren); GOÄ-Nr. 250 (Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 4021 gilt zusätzlich: Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 4021 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei differenzialdiagnostischer Fragestellung und zulässiger eigener Laborleistung.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 4042 und GOÄ-Nr. 250. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ sowie „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
