Vollständige Adaptometrie – zeitlicher Ablauf der Hell-/Dunkeladaptation
Augenheilkunde · Funktionsdiagnostik

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Quantifiziert eine spezifische visuelle Teilfunktion, um subjektive Sehstörung anatomisch zuzuordnen und Progression objektiv vergleichbar zu machen. Die Abklärung umfasst vollständige Untersuchung des zeitlichen Ablaufs der Adaptation.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Gesichtsfeld-, Farb-, Adaptations- oder Netzhautfunktionsverdacht sowie bei Erkrankungen beziehungsweise Tätigkeiten, für die genau diese Teilfunktion entscheidend ist. Erforderliche Kernleistung: Vollständige Untersuchung des zeitlichen Ablaufs der Adaptation; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. 1233 | Kernposition | Vollständige Untersuchung des zeitlichen Ablaufs der Adaptation |
| GOÄ-Nr. 1237 | Bedingt / alternativ | Elektroretinographische und/oder elektrookulographische Untersuchung |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1233: Vollständige Untersuchung des zeitlichen Ablaufs der Adaptation
vollständige Adaptationskurve
Schwellenverlauf
Indikation
gegebenenfalls ERG
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
