Welche GOÄ-Ziffern sind für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Augenheilkunde für das Thema „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ in Betracht?
Für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ führt die Kette GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. A7012-FDT, GOÄ-Nr. 1256 und GOÄ-Nr. A424-OCT kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ stehen Glaukom, Gesichtsfeld, Rasterperimetrie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere untersuchtes Auge, Ein- oder Beidseitigkeit, Messverfahren, operative Teilschritte und gegenseitige Leistungsausschlüsse maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE | Kernposition | Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation |
| GOÄ-Nr. A7012-FDT | Bedingt / alternativ | Alternative oder ergänzende Spezialperimetrie nur bei eigener Fragestellung; nicht routinemäßig zusammen mit A7013 für denselben Testinhalt. |
| GOÄ-Nr. 1256 | Bedingt / alternativ | Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer |
| GOÄ-Nr. A424-OCT | Bedingt / alternativ | Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Kernposition der Kombination
Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation
Bedingte oder alternative Position
Alternative oder ergänzende Spezialperimetrie nur bei eigener Fragestellung; nicht routinemäßig zusammen mit A7013 für denselben Testinhalt.
Bedingte oder alternative Position
Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer
Bedingte oder alternative Position
Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Glaukom, Gesichtsfeld, Rasterperimetrie
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE: Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation
Teststrategie und Zuverlässigkeit
Defektmuster
Augendruck
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE (Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Ein- und beidseitige Leistungen sowie alternative ophthalmologische Verfahren dürfen nicht ohne Prüfung der jeweiligen Leistungslegende addiert werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Augenheilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Farbsinnstörung – Farbtafeln und Anomaloskop
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Glaukom – rechnergestützte statische Rasterperimetrie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
