Welche GOÄ-Ziffern sind für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Augenheilkunde für das Thema „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“.

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichFunktionsdiagnostik
KernpositionenGOÄ-Nr. 1226
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ in Betracht?

Für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1226 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1227, GOÄ-Nr. 1225 und GOÄ-Nr. 1253 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ stehen Hemianopsie, Skotom, Gesichtsfeldausfall. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere untersuchtes Auge, Ein- oder Beidseitigkeit, Messverfahren, operative Teilschritte und gegenseitige Leistungsausschlüsse maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativNur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 1226KernpositionProjektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte
GOÄ-Nr. 1227Bedingt / alternativNur bei zusätzlicher eigenständiger quantitativer Profilperimetrie; nicht automatisch neben Nr. 1226.
GOÄ-Nr. 1225Bedingt / alternativKampimetrie oder Perimetrie nach Förster
GOÄ-Nr. 1253Bedingt / alternativFotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

GOÄ 1226

Kernposition der Kombination

Projektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte

Abrechnungsalternative: perimetry_method
GOÄ 1227

Bedingte oder alternative Position

Nur bei zusätzlicher eigenständiger quantitativer Profilperimetrie; nicht automatisch neben Nr. 1226.

Abrechnungsalternative: perimetry_method
GOÄ 1225

Bedingte oder alternative Position

Kampimetrie oder Perimetrie nach Förster

GOÄ 1253

Bedingte oder alternative Position

Fotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Ausfallmuster
Seitenvergleich
Zuverlässigkeit
Fundusdokumentation

Wie grenzt sich „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hemianopsie, Skotom, Gesichtsfeldausfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1226: Projektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte

Ausfallmuster

Seitenvergleich

Zuverlässigkeit

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1226 (Projektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Ein- und beidseitige Leistungen sowie alternative ophthalmologische Verfahren dürfen nicht ohne Prüfung der jeweiligen Leistungslegende addiert werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Augenheilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Augenheilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen

Für „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1226 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1227, GOÄ-Nr. 1225 und GOÄ-Nr. 1253 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1226. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



© 2026 AvisCode. Alle Rechte vorbehalten.