Neurologischer Gesichtsfeldausfall – Projektions- und Profilperimetrie
Augenheilkunde · Funktionsdiagnostik

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Quantifiziert eine spezifische visuelle Teilfunktion, um subjektive Sehstörung anatomisch zuzuordnen und Progression objektiv vergleichbar zu machen. Die Versorgung umfasst quantitativ abgestufte statische Profilperimetrie und Kampimetrie oder Perimetrie nach Förster.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Gesichtsfeld-, Farb-, Adaptations- oder Netzhautfunktionsverdacht sowie bei Erkrankungen beziehungsweise Tätigkeiten, für die genau diese Teilfunktion entscheidend ist. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Quantitativ abgestufte statische Profilperimetrie und Kampimetrie oder Perimetrie nach Förster.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. 1226 | Kernposition | Projektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte |
| GOÄ-Nr. 1227 | Bedingt / alternativ | Quantitativ abgestufte statische Profilperimetrie. Nur bei zusätzlicher eigenständiger quantitativer Profilperimetrie; nicht automatisch neben Nr. 1226. |
| GOÄ-Nr. 1225 | Bedingt / alternativ | Kampimetrie oder Perimetrie nach Förster |
| GOÄ-Nr. 1253 | Bedingt / alternativ | Fotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik“ sowie „Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit – vollständige Adaptationsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1226: Projektionsperimetrie mit Marken verschiedener Reizwerte
Ausfallmuster
Seitenvergleich
Zuverlässigkeit
Fundusdokumentation
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Netzhautdystrophie – ERG/EOG und Fundusdiagnostik
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
