Adrenalektomie beidseitig
Urologie · Niere und Harnleiter

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Entfernt oder rekonstruiert krankhaft veränderte urologische Organe und Abflusswege mit dem Ziel onkologischer Kontrolle beziehungsweise dauerhafter Funktionssicherung. Der Eingriff umfasst operative Entfernung beider Nebennieren.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gesichertem operationsbedürftigem Befund nach Staging beziehungsweise Funktionsprüfung; Resektionsumfang und Rekonstruktion richten sich nach Erkrankung, Organreserve und Patientenpräferenz. Erforderliche Kernleistung: Operative Entfernung beider Nebennieren; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1859 | Kernposition | Operative Entfernung beider Nebennieren |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
| GOÄ-Nr. 3585 | Bedingt / alternativ | Kreatinin. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Adrenalektomie einseitig“ sowie „Doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1859: Operative Entfernung beider Nebennieren
beidseitige Indikation
hormonelle Substitution
Operationsschritte
Blutverlust
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
