Doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden
Urologie · Niere und Harnleiter

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Entfernt eine beziehungsweise in ausgewählter Situation beide Nieren bei zwingender Organindikation und berücksichtigt verbleibende Nierenfunktion beziehungsweise geplante Nierenersatztherapie. Die Versorgung umfasst doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gesichertem nicht organerhaltend behandelbarem Befund oder spezieller Transplantationskonstellation; Seitenbezug, Gefäßanatomie, Restfunktion und Dialyse-/Transplantationsplan sind entscheidend. Erforderliche Kernleistung: Doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1846 | Kernposition | Doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
| GOÄ-Nr. 3585 | Bedingt / alternativ | Kreatinin. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Adrenalektomie beidseitig“ sowie „Nephrektomie ohne infiltrativ wachsenden Tumor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1846: Doppelseitige Nephrektomie bei einem Lebenden
Indikation
beidseitige Operationsschritte
Dialyse-/Transplantationsplan
Blutverlust
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
