Feuchte AMD – OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie

Augenheilkunde · Netzhaut und Makula

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Makula
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCT
GOÄ-Abrechnung für Feuchte AMD – OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Zeigt Flüssigkeit, Gefäßneubildung oder strukturelle Makulaveränderungen, damit Aktivität und Behandlungsbedarf zuverlässig beurteilt werden können. Die Bildgebung umfasst OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie.

Wann ist sie anwendbar?

Sinnvoll bei neu aufgetretener zentraler Sehverschlechterung, Metamorphopsien oder zur aktivitätsbezogenen Kontrolle einer bekannten Makulaerkrankung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 1242KernpositionBinokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie
GOÄ-Nr. 1249KernpositionFluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund
GOÄ-Nr. A424-OCTKernpositionOptische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCTBedingt / alternativZuschlag für Angio-OCT zur Abbildung des Blutflusses, gegebenenfalls beidseits. Nur als Zuschlag bei zusätzlicher OCT-A-Blutflussdarstellung und tatsächlich erbrachter OCT analog Nr. 424.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A424-OCT

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 424
GOÄ A406-ANGIO-OCT

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 406
Erforderlicher Zusammenhang: A424-OCT

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Fundusfotografie kann bei eigenständiger Indikation separat erfolgen, ist aber nicht Bestandteil dieser Kernkette.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Photodynamische Therapie am Augenhintergrund“ sowie „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1242: Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie

GOÄ-Nr. 1249: Fluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund

GOÄ-Nr. A424-OCT: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

Aktivität/Flüssigkeit

FA-Befund

OCT/OCTA

Auge

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.