Welche GOÄ-Ziffern sind für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Augenheilkunde für das Thema „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“.

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Makula
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ in Betracht?

Für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ führt die Kette GOÄ-Nr. A424-OCT und GOÄ-Nr. A1383-IVOM als Kernpositionen. GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCT, GOÄ-Nr. 1249 und GOÄ-Nr. 1253 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ stehen diabetisches Makulaödem, DME, IVOM. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere untersuchtes Auge, Ein- oder Beidseitigkeit, Messverfahren, operative Teilschritte und gegenseitige Leistungsausschlüsse maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. A424-OCTKernpositionOptische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCTBedingt / alternativNur als Zuschlag bei zusätzlicher OCT-A-Blutflussdarstellung und tatsächlich erbrachter OCT analog Nr. 424.
GOÄ-Nr. A1383-IVOMKernpositionIntravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung
GOÄ-Nr. 1249Bedingt / alternativFluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund
GOÄ-Nr. 1253Bedingt / alternativFotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ A424-OCT

Kernposition der Kombination

Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

Analog bewertet zu: 424
GOÄ A406-ANGIO-OCT

Bedingte oder alternative Position

Nur als Zuschlag bei zusätzlicher OCT-A-Blutflussdarstellung und tatsächlich erbrachter OCT analog Nr. 424.

Analog bewertet zu: 406
Erforderlicher Zusammenhang: A424-OCT
GOÄ A1383-IVOM

Kernposition der Kombination

Intravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung

Analog bewertet zu: 1383
GOÄ 1249

Bedingte oder alternative Position

Fluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund

GOÄ 1253

Bedingte oder alternative Position

Fotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

zentrale Netzhautdicke
Flüssigkeit
Ischämie/CNV
Medikament und Auge

Wie grenzt sich „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Makulaerkrankung – intravitreale operative Medikamenteneinbringung“ sowie „Feuchte AMD – OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: diabetisches Makulaödem, DME, IVOM

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. A424-OCT: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

GOÄ-Nr. A1383-IVOM: Intravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung

zentrale Netzhautdicke

Flüssigkeit

Ischämie/CNV

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. A424-OCT (Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits); GOÄ-Nr. A1383-IVOM (Intravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCT gilt zusätzlich: Nur als Zuschlag bei zusätzlicher OCT-A-Blutflussdarstellung und tatsächlich erbrachter OCT analog Nr. 424.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Ein- und beidseitige Leistungen sowie alternative ophthalmologische Verfahren dürfen nicht ohne Prüfung der jeweiligen Leistungslegende addiert werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCT wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur als Zuschlag bei zusätzlicher OCT-A-Blutflussdarstellung und tatsächlich erbrachter OCT analog Nr. 424.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Augenheilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ führt die Kette GOÄ-Nr. A424-OCT und GOÄ-Nr. A1383-IVOM als Kernpositionen. GOÄ-Nr. A406-ANGIO-OCT, GOÄ-Nr. 1249 und GOÄ-Nr. 1253 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. A424-OCT und GOÄ-Nr. A1383-IVOM. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Makulaerkrankung – intravitreale operative Medikamenteneinbringung“ sowie „Feuchte AMD – OCT, Angio-OCT und Fluoreszenzangiografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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