Zentrale seröse Chorioretinopathie – OCT und Angiografie

Augenheilkunde · Netzhaut und Makula

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Makula
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1249 und GOÄ-Nr. 1253
GOÄ-Abrechnung für Zentrale seröse Chorioretinopathie – OCT und Angiografie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erfasst retinale Gefäß-, Traktions- oder Defektveränderungen und steuert anhand Makulabeteiligung und Aktivität die rechtzeitige Laser-, Injektions- oder vitreoretinale Behandlung. Die Bildgebung umfasst OCT und Angiografie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei akuter Sehverschlechterung, Metamorphopsie, Photopsie, vaskulärem Risiko oder bekanntem Netzhautbefund mit konkreter Aktivitäts- beziehungsweise Therapiefrage. Erforderliche Kernleistungen: OCT und Angiografie; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 1242KernpositionBinokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie
GOÄ-Nr. A424-OCTKernpositionOptische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
GOÄ-Nr. 1249Bedingt / alternativFluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund. Nur bei tatsächlich durchgeführter Fluoreszenzangiografie.
GOÄ-Nr. 1253Bedingt / alternativFotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A424-OCT

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 424

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Angio-OCT ist bei besonderer Fragestellung möglich, gehört aber nicht zur typischen Kernkette der zentralen serösen Chorioretinopathie.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Retinaler Venenverschluss – Angiografie, OCT und Verlauf“ sowie „Diabetische Retinopathie – Fundusuntersuchung, Fotografie und Angiografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1242: Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie

GOÄ-Nr. A424-OCT: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

subretinale Flüssigkeit

Leckage

OCT-Verlauf

Medikamente/Risikofaktoren

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.