Retinaler Venenverschluss – Angiografie, OCT und Verlauf

Augenheilkunde · Netzhaut und Makula

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Makula
GOÄ-Abrechnung für Retinaler Venenverschluss – Angiografie, OCT und Verlauf

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erfasst retinale Gefäß-, Traktions- oder Defektveränderungen und steuert anhand Makulabeteiligung und Aktivität die rechtzeitige Laser-, Injektions- oder vitreoretinale Behandlung. Die Verlaufskontrolle umfasst angiografie, OCT und Verlauf.

Wann ist sie anwendbar?

Bei akuter Sehverschlechterung, Metamorphopsie, Photopsie, vaskulärem Risiko oder bekanntem Netzhautbefund mit konkreter Aktivitäts- beziehungsweise Therapiefrage. Erforderliche Kernleistungen: Angiografie, OCT und Verlauf; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 1242KernpositionBinokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie
GOÄ-Nr. 1249KernpositionFluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund
GOÄ-Nr. A424-OCTKernpositionOptische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
GOÄ-Nr. A7017-LASERDOPPLERBedingt / alternativZweidimensionale Laserdoppler-Untersuchung der Netzhautgefäße mit Farbkodierung. Nur bei spezieller hämodynamischer Fragestellung; zusammengesetzte Analogbewertung analog Nr. 424 plus Nr. 406 vollständig ausweisen.
GOÄ-Nr. 1256Bedingt / alternativTonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A424-OCT

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 424
GOÄ A7017-LASERDOPPLER

Bedingte oder alternative Position

Analogkomponenten:
424
406

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Zentrale seröse Chorioretinopathie – OCT und Angiografie“ sowie „Trockene AMD – Fundusfotografie und OCT-Verlauf“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1242: Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie

GOÄ-Nr. 1249: Fluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund

GOÄ-Nr. A424-OCT: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

Verschlusstyp

Ischämie

Makulaödem

OCT/FA

Augendruck

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.