Diabetische Retinopathie – Fundusuntersuchung, Fotografie und Angiografie

Augenheilkunde · Netzhaut und Makula

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Makula
KernpositionenGOÄ-Nr. 1242 und GOÄ-Nr. 1253
GOÄ-Abrechnung für Diabetische Retinopathie – Fundusuntersuchung, Fotografie und Angiografie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erfasst retinale Gefäß-, Traktions- oder Defektveränderungen und steuert anhand Makulabeteiligung und Aktivität die rechtzeitige Laser-, Injektions- oder vitreoretinale Behandlung. Die Abklärung umfasst fundusuntersuchung, Fotografie und Angiografie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei akuter Sehverschlechterung, Metamorphopsie, Photopsie, vaskulärem Risiko oder bekanntem Netzhautbefund mit konkreter Aktivitäts- beziehungsweise Therapiefrage. Erforderliche Kernleistungen: Fundusuntersuchung, Fotografie und Angiografie; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 6Bedingt / alternativVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines Organsystems – hier vollständige Untersuchung der Augen. Nur bei vollständiger Untersuchung beider Augen nach Leistungslegende; nicht neben Nr. 5.
GOÄ-Nr. 1242KernpositionBinokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie
GOÄ-Nr. 1253KernpositionFotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie
GOÄ-Nr. 1248Bedingt / alternativFluoreszenzuntersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund. Je nach tatsächlich durchgeführtem Verfahren; nicht beide Methoden routinemäßig für denselben Untersuchungsinhalt ansetzen.
GOÄ-Nr. 1249Bedingt / alternativFluoreszenzangiographische Untersuchung der terminalen Strombahn am Augenhintergrund. Je nach tatsächlich durchgeführtem Verfahren; nicht beide Methoden routinemäßig für denselben Untersuchungsinhalt ansetzen.
GOÄ-Nr. A7017-LASERDOPPLERBedingt / alternativZweidimensionale Laserdoppler-Untersuchung der Netzhautgefäße mit Farbkodierung. Nur bei spezieller hämodynamischer Fragestellung; zusammengesetzte Analogbewertung analog Nr. 424 plus Nr. 406 vollständig ausweisen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 1248

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: fluorescence_method
GOÄ 1249

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: fluorescence_method
GOÄ A7017-LASERDOPPLER

Bedingte oder alternative Position

Analogkomponenten:
424
406

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Retinaler Venenverschluss – Angiografie, OCT und Verlauf“ sowie „Zentrale seröse Chorioretinopathie – OCT und Angiografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1242: Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie

GOÄ-Nr. 1253: Fotografische Verlaufskontrolle von Veränderungen des Augenhintergrundes mittels Fundusfotografie

Retinopathiestadium

Makula

Fundusfotos

gegebenenfalls Angiografie

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.