Makulaerkrankung – intravitreale operative Medikamenteneinbringung
Augenheilkunde · Netzhaut und Makula

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Bringt ein Medikament in den Glaskörperraum ein, damit retinale Gefäßleckage, Makulaödem oder pathologische Gefäßneubildung unmittelbar am Zielgewebe gehemmt werden. Der Eingriff umfasst intravitreale operative Medikamenteneinbringung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gesicherter behandlungsaktiver Netzhaut- oder Makulaerkrankung nach bildgebender Aktivitätsbeurteilung; aseptische Durchführung, Seitenzuordnung und Verlaufskontrolle sind erforderlich. Erforderliche Kernleistung: Intravitreale operative Medikamenteneinbringung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. A1383-IVOM | Kernposition | Intravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung |
| GOÄ-Nr. A424-OCT | Bedingt / alternativ | Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits |
| GOÄ-Nr. 1256 | Bedingt / alternativ | Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer. Nur bei eigenständiger prä- oder postoperativer Druckmessung. |
| GOÄ-Nr. 1242 | Bedingt / alternativ | Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Diabetisches Makulaödem – OCT/Angio-OCT und IVOM“ sowie „Retinaler Venenverschluss – Angiografie, OCT und Verlauf“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. A1383-IVOM: Intravitreale Injektion beziehungsweise intravitreale operative Medikamenteneinbringung
Indikation/Medikament
Auge
steriles operatives Vorgehen
postoperative Kontrolle
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. A424-OCT wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
