Blasenspülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter
Urologie · Katheter und Harnableitung

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Spült einen bereits liegenden Blasenkatheter zur Wiederherstellung des Abflusses beziehungsweise zur konkret indizierten Instillation und vermeidet dabei unnötige Manipulationen am geschlossenen Ableitungssystem. Die Behandlung umfasst spülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter.
Wann ist sie anwendbar?
Bei blockiertem Katheter durch Koagel oder Sediment beziehungsweise bei klarer Instillationsindikation; Anlass, Spüllösung oder Arzneimittel, Menge, Rücklauf, Beschwerden und Katheterfunktion sind zu dokumentieren. Erforderliche Kernleistung: Spülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1733 | Kernposition | Spülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen |
| GOÄ-Nr. 3531 | Bedingt / alternativ | Mikroskopische Untersuchung des Urinsediments |
| GOÄ-Nr. 4605 | Bedingt / alternativ | Semiquantitative Keimzahlbestimmung im Urin mittels Eintauchobjektträgerkultur |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Blasenspülung/Instillation bei der Frau“ sowie „Blasenspülung/Instillation beim Mann“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1733: Spülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter
Katheterlage
Spüllösung/Arzneimittel
Urin-/Koagelbefund
Verlauf
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 3511 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
