Blasenspülung/Instillation beim Mann

Urologie · Katheter und Harnableitung

FachgruppeUrologie
ThemenbereichKatheter und Harnableitung
KernpositionenGOÄ-Nr. 1729
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3531 und GOÄ-Nr. 410
GOÄ-Abrechnung für Blasenspülung/Instillation beim Mann

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Spült die Harnblase beziehungsweise bringt ein lokal wirksames Medikament ein, um Koagel, Debris oder eine definierte Schleimhauterkrankung gezielt zu behandeln. Die Behandlung umfasst spülung/Instillation der Harnblase beim Mann.

Wann ist sie anwendbar?

Bei konkreter urologischer Indikation und sicherem Zugang; Lösung beziehungsweise Medikament, Volumen, Verweilzeit, Abfluss und Infektionsrisiko sind zu dokumentieren. Erforderliche Kernleistung: Spülung/Instillation der Harnblase beim Mann; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1729KernpositionSpülung/Instillation der Harnblase beim Mann einschließlich Katheterisierung
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
GOÄ-Nr. 3531Bedingt / alternativMikroskopische Untersuchung des Urinsediments
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung eines Organs

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Blasenspülung/Instillation bei der Frau“ sowie „Blasenspülung/Instillation bei liegendem Verweilkatheter“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1729: Spülung/Instillation der Harnblase beim Mann einschließlich Katheterisierung

Indikation und Spüllösung/Arzneimittel

Katheterisierung

Koagel-/Urinbefund

Spülvolumen und Ergebnis

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 3511 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.