Herpetische Keratitis – Hornhautdiagnostik und Thermo-/Kryotherapie
Augenheilkunde · Vorderer Augenabschnitt

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Erkennt Tiefe und Aktivität einer herpetischen Hornhautentzündung und behandelt ausgewählte oberflächliche Läsionen, ohne stromale oder uveitische Beteiligung zu übersehen. Die Abklärung umfasst hornhautdiagnostik und Thermo-/Kryotherapie.
Wann ist sie anwendbar?
Bei typischem einseitigem Befund oder Rezidivverdacht nach Spaltlampenuntersuchung; epitheliale, stromale und endotheliale Formen erfordern unterschiedliche antivirale beziehungsweise entzündungshemmende Strategien. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Hornhautdiagnostik und Thermo-/Kryotherapie.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. 1240 | Kernposition | Spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte |
| GOÄ-Nr. A7007-HORNHAUTSENSIBILITAET | Kernposition | Quantitative Untersuchung der Hornhautsensibilität |
| GOÄ-Nr. 1340 | Bedingt / alternativ | Thermo- oder Kryotherapie von Hornhauterkrankungen mit Epithelentfernung. Nur bei tatsächlich durchgeführter Thermo-/Kryotherapie mit Epithelentfernung; nicht als Standardbestandteil medikamentöser Herpeskeratitistherapie. |
| GOÄ-Nr. 1252 | Bedingt / alternativ | Fotografische Verlaufskontrolle intraokularer Veränderungen mittels Spaltlampenfotografie. Nur bei tatsächlicher fotografischer Dokumentation und Verlaufskontrolle einer Veränderung im Spaltlampenbereich; keine Routineposition. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Rezidivierende Hornhauterosion – Diagnostik und Abschabung“ sowie „Trockenes Auge – Tränensekretion und Hornhautsensibilität“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1240: Spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte
GOÄ-Nr. A7007-HORNHAUTSENSIBILITAET: Quantitative Untersuchung der Hornhautsensibilität
Dendriten/Ulkus
Hornhautsensibilität
Vorderkammerreaktion
Therapieart
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Augenheilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
