Anteriore Uveitis/Iritis – Vorderabschnitt, Fundus und Druckkontrolle
Augenheilkunde · Entzündliche Augenerkrankungen

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Lokalisiert eine okuläre Entzündung, beurteilt Beteiligung tieferer Strukturen und hilft infektiöse von immunvermittelten Ursachen zu unterscheiden. Die Verlaufskontrolle umfasst spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte und Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer.
Wann ist sie anwendbar?
Bei rotem schmerzhaftem Auge, Photophobie, Sekretion oder Visusminderung; Druckanstieg, Hinterabschnittsbeteiligung und systemische Begleiterkrankung bestimmen die Dringlichkeit. Erforderliche Kernleistungen: Vorderabschnitt, Fundus und Druckkontrolle; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. 1240 | Kernposition | Spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte |
| GOÄ-Nr. 1242 | Bedingt / alternativ | Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie. Nur bei tatsächlich durchgeführter binokularer Fundusuntersuchung zur Mitbeurteilung des hinteren Augenabschnitts. |
| GOÄ-Nr. 1256 | Kernposition | Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer |
| GOÄ-Nr. 1252 | Bedingt / alternativ | Fotografische Verlaufskontrolle intraokularer Veränderungen mittels Spaltlampenfotografie |
| GOÄ-Nr. 1320 | Bedingt / alternativ | Einspritzung unter die Bindehaut. Nur bei tatsächlich durchgeführter subkonjunktivaler Injektion. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Skleritis/Episkleritis – Differenzialdiagnostik mit Durchleuchtung“ sowie „Papillenödem – Fundus, Gesichtsfeld, OCT und Fotodokumentation“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1240: Spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte
GOÄ-Nr. 1256: Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer
Entzündungsgrad
Synechien
Fundus
Augendruck
Therapie
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
