Keratokonus – Refraktion, Hornhauttopografie und Pachymetrie

Augenheilkunde · Hornhaut und refraktive Diagnostik

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichHornhaut und refraktive Diagnostik
GOÄ-Abrechnung für Keratokonus – Refraktion, Hornhauttopografie und Pachymetrie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Charakterisiert Form, Dicke und Integrität der Hornhaut, um Ektasie, Narben, Ödeme oder die Eignung für einen Eingriff differenziert zu beurteilen. Die Abklärung umfasst refraktion, Hornhauttopografie und Pachymetrie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei unklarer Visusminderung, irregulärem Astigmatismus, Keratokonusverdacht, Hornhauterkrankung oder konkreter präoperativer Fragestellung. Erforderliche Kernleistungen: Refraktion, Hornhauttopografie und Pachymetrie; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
GOÄ-Nr. 1201KernpositionSubjektive Refraktionsbestimmung mit sphärisch-zylindrischen Gläsern
GOÄ-Nr. 1202KernpositionObjektive Refraktionsbestimmung mittels Skiaskopie oder Refraktometer
GOÄ-Nr. 1204KernpositionMessung der Hornhautkrümmungsradien
GOÄ-Nr. A7009-TOPOGRAPHIEKernpositionQuantitative Hornhauttopographie mittels computergestützter Videokeratoskopie
GOÄ-Nr. A7015-PACHY-ERSTES-AUGEKernpositionOptische oder sonographische Messung der Vorderkammertiefe und/oder Hornhautdicke, erstes Auge
GOÄ-Nr. A7015-PACHY-ANDERES-AUGEBedingt / alternativMessung der Vorderkammertiefe und/oder Hornhautdicke des anderen Auges

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A7009-TOPOGRAPHIE

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 415
GOÄ A7015-PACHY-ERSTES-AUGE

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 410
GOÄ A7015-PACHY-ANDERES-AUGE

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 420

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Hornhautendotheldystrophie – konfokale Mikroskopie und Pachymetrie“ sowie „Glaukomverdacht – Kammerwinkel, Applanationstonometrie, Pachymetrie und OCT“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. 1201: Subjektive Refraktionsbestimmung mit sphärisch-zylindrischen Gläsern

GOÄ-Nr. 1202: Objektive Refraktionsbestimmung mittels Skiaskopie oder Refraktometer

GOÄ-Nr. 1204: Messung der Hornhautkrümmungsradien

Refraktion

K-Werte

Topografiemuster

Hornhautdicke je Auge

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Augenheilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen
Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.