Welche GOÄ-Ziffern sind für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Augenheilkunde für das Thema „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ in Betracht?
Für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1360 und GOÄ-Nr. 1241 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1256 und GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ stehen SLT, ALT, Lasertrabekuloplastik. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere untersuchtes Auge, Ein- oder Beidseitigkeit, Messverfahren, operative Teilschritte und gegenseitige Leistungsausschlüsse maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1360 | Kernposition | Lasertrabekuloplastik bei Glaukom |
| GOÄ-Nr. 1241 | Kernposition | Gonioskopie |
| GOÄ-Nr. 1256 | Bedingt / alternativ | Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer |
| GOÄ-Nr. A7013-RASTERPERIMETRIE | Bedingt / alternativ | Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Lasertrabekuloplastik bei Glaukom
Kernposition der Kombination
Gonioskopie
Bedingte oder alternative Position
Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer
Bedingte oder alternative Position
Rechnergestützte statische Rasterperimetrie einschließlich Dokumentation
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Glaukomverdacht – Kammerwinkel, Applanationstonometrie, Pachymetrie und OCT“ sowie „Akuter Winkelblock – Notfalldiagnostik und Vorderkammerentlastung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: SLT, ALT, Lasertrabekuloplastik
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1360: Lasertrabekuloplastik bei Glaukom
GOÄ-Nr. 1241: Gonioskopie
Indikation
behandeltes Auge/Quadranten
Laserparameter
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1360 (Lasertrabekuloplastik bei Glaukom); GOÄ-Nr. 1241 (Gonioskopie). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1256 gilt zusätzlich: Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Ein- und beidseitige Leistungen sowie alternative ophthalmologische Verfahren dürfen nicht ohne Prüfung der jeweiligen Leistungslegende addiert werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1256 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Tonometrische Untersuchung mit Applanationstonometer
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Augenheilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Glaukomverdacht – Kammerwinkel, Applanationstonometrie, Pachymetrie und OCT
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akuter Winkelblock – Notfalldiagnostik und Vorderkammerentlastung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Glaukom – tonometrische Tageskurve mit Progressionsdiagnostik
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Schmerzhaftes therapierefraktäres Glaukom – zyklodestruktive Operation
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1360 und GOÄ-Nr. 1241. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Offenwinkelglaukom – Lasertrabekuloplastik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Glaukomverdacht – Kammerwinkel, Applanationstonometrie, Pachymetrie und OCT“ sowie „Akuter Winkelblock – Notfalldiagnostik und Vorderkammerentlastung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
