Schmerzhaftes therapierefraktäres Glaukom – zyklodestruktive Operation
Augenheilkunde · Glaukom

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Senkt einen unzureichend kontrollierten Augeninnendruck durch Verbesserung des Kammerwasserabflusses oder Verminderung seiner Produktion und soll eine weitere Schädigung des Sehnervs verhindern. Der Eingriff umfasst zyklodestruktive Operation.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gesichertem Glaukom mit trotz geeigneter medikamentöser Behandlung unzureichendem Zieldruck, Unverträglichkeit oder fortschreitendem Sehnervschaden; Verfahrenswahl richtet sich nach Kammerwinkel, Sehpotenzial, Voroperationen und erforderlichem Druckniveau. Erforderliche Kernleistung: Zyklodestruktive Operation; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1359 | Kernposition | Zyklodiathermie- oder Kryozyklotherapie-Operation |
| GOÄ-Nr. 1257 | Bedingt / alternativ | Tonometrische Kurve mit mindestens vier Messungen |
| GOÄ-Nr. 1241 | Bedingt / alternativ | Gonioskopie |
| GOÄ-Nr. A7014-UBM | Bedingt / alternativ | Ultraschall-Biomikroskopie der vorderen Augenabschnitte, einmal je Sitzung |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Therapierefraktäres Glaukom – fistelbildende Operation oder Eingriff an kammerwasserabführenden Wegen“ sowie „Akuter Winkelblock – Notfalldiagnostik und Vorderkammerentlastung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1359: Zyklodiathermie- oder Kryozyklotherapie-Operation
Indikation
Ausgangsdruck
Verfahren
behandeltes Auge
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1257 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Tonometrische Kurve mit mindestens vier Messungen
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
