Lidtumor oder Bindehauttumor – operative Entfernung
Augenheilkunde · Tränenwege und Lider

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Behandelt einen okulären oder orbitalen Tumor lokal durch vollständige Entfernung, Bestrahlungsapplikation oder Koagulation und wahrt dabei möglichst Auge und Sehfunktion. Der Eingriff umfasst entfernung einer Geschwulst oder von Kalkinfarkten aus Lid oder Augapfelbindehaut.
Wann ist sie anwendbar?
Bei klinisch und bildgebend beziehungsweise histologisch gesichertem behandlungsbedürftigem Tumor; Verfahren und Umfang folgen Lage, Größe, Dignität und funktioneller Gefährdung. Erforderliche Kernleistung: Entfernung einer Geschwulst oder von Kalkinfarkten aus Lid oder Augapfelbindehaut; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1282 | Kernposition | Entfernung einer Geschwulst oder von Kalkinfarkten aus Lid oder Augapfelbindehaut |
| GOÄ-Nr. 1252 | Bedingt / alternativ | Fotografische Verlaufskontrolle intraokularer Veränderungen mittels Spaltlampenfotografie. Nur bei tatsächlicher fotografischer Dokumentation und Verlaufskontrolle einer Veränderung im Spaltlampenbereich; keine Routineposition. |
| GOÄ-Nr. 1310 | Bedingt / alternativ | Augenlidplastik mittels freien Hauttransplantates. Nur bei eigenständiger Lidplastik mit freiem Hauttransplantat. |
| GOÄ-Nr. 1311 | Bedingt / alternativ | Augenlidplastik mittels Hautlappenverschiebung aus der Umgebung. Nur bei eigenständiger Lidplastik mit lokaler Lappenverschiebung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Ptosis – operative Korrektur nach Nr. 1305“ sowie „Traumatische Tränenröhrchenverletzung – operative Rekonstruktion“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1282: Entfernung einer Geschwulst oder von Kalkinfarkten aus Lid oder Augapfelbindehaut
Lokalisation/Größe
Exzision
Defektrekonstruktion
Histologie separat
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1252 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher fotografischer Dokumentation und Verlaufskontrolle einer Veränderung im Spaltlampenbereich; keine Routineposition.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Augenheilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
