Traumatische Tränenröhrchenverletzung – operative Rekonstruktion
Augenheilkunde · Tränenwege und Lider

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Prüft und eröffnet beziehungsweise rekonstruiert den Tränenabfluss, um Epiphora, Sekretstau und wiederkehrende Entzündung zu behandeln. Der Eingriff umfasst operative Rekonstruktion.
Wann ist sie anwendbar?
Bei anhaltendem Tränenträufeln, rezidivierender Dakryozystitis oder gesicherter Stenose; Ort und Ursache der Obstruktion bestimmen Sondierung, Intubation oder Operation. Erforderliche Kernleistung: Operative Rekonstruktion; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1376 | Kernposition | Operative Rekonstruktion eines abgerissenen Tränenröhrchens |
| GOÄ-Nr. A7018-TRAENENWEG-STENT | Bedingt / alternativ | Einlegen eines Plastikröhrchens in die ableitenden Tränenwege bis in die Nasenhöhle, je Auge. Nur bei zusätzlicher tatsächlich erforderlicher Stentversorgung. |
| GOÄ-Nr. 1326 | Bedingt / alternativ | Direkte Naht einer perforierenden Hornhaut- oder Lederhautwunde. Nur bei zusätzlicher eigenständiger Bulbusverletzung; nicht wegen der Tränenröhrchenrekonstruktion selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Lidtumor oder Bindehauttumor – operative Entfernung“ sowie „Ptosis – operative Korrektur nach Nr. 1305“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1376: Operative Rekonstruktion eines abgerissenen Tränenröhrchens
Verletzungsart
betroffenes Tränenröhrchen
Rekonstruktion
Stent
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. A7018-TRAENENWEG-STENT wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei zusätzlicher tatsächlich erforderlicher Stentversorgung.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
