Epiretinale Membran oder Makulaforamen – vitreoretinale Komplexoperation

Augenheilkunde · Netzhaut und Glaskörper

FachgruppeAugenheilkunde
ThemenbereichNetzhaut und Glaskörper
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. A424-OCT und GOÄ-Nr. 1242
GOÄ-Abrechnung für Epiretinale Membran oder Makulaforamen – vitreoretinale Komplexoperation

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erfasst retinale Gefäß-, Traktions- oder Defektveränderungen und steuert anhand Makulabeteiligung und Aktivität die rechtzeitige Laser-, Injektions- oder vitreoretinale Behandlung. Der Eingriff umfasst vitreoretinale Komplexoperation.

Wann ist sie anwendbar?

Bei akuter Sehverschlechterung, Metamorphopsie, Photopsie, vaskulärem Risiko oder bekanntem Netzhautbefund mit konkreter Aktivitäts- beziehungsweise Therapiefrage. Erforderliche Kernleistung: Vitreoretinale Komplexoperation; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: Komplexleistung; keine zusätzlichen Netzhaut-/Glaskörperpositionen.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. A1387-VR-KOMPLEXKernpositionNetzhaut-Glaskörper-chirurgischer Eingriff ohne netzhautablösende Membranen, einschließlich gegebenenfalls Membran-Peeling. Komplexleistung; keine zusätzlichen Netzhaut-/Glaskörperpositionen.
GOÄ-Nr. A424-OCTBedingt / alternativOptische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits
GOÄ-Nr. 1242Bedingt / alternativBinokulare Untersuchung des Augenhintergrundes einschließlich äußerer Peripherie

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A1387-VR-KOMPLEX

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu: 2551
GOÄ A424-OCT

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 424
Behandlungsphase: präoperativer separater Kontakt
GOÄ 1242

Bedingte oder alternative Position

Behandlungsphase: präoperativer separater Kontakt

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Für ERM und Makulaforamen ist bei passendem Leistungsinhalt dieselbe A1387-Komplexbewertung einschlägig; getrennte identische Ziffernketten wären redundant.
A1387 umfasst Pars-plana-Vitrektomie und gegebenenfalls Membran-Peeling; keine weiteren Netzhaut-/Glaskörperpositionen ergänzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Netzhautablösung – vitreoretinale Komplexoperation“ sowie „Glaskörperblutung oder akute hintere Glaskörperabhebung – Netzhautdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts

GOÄ-Nr. A1387-VR-KOMPLEX: Komplexleistung; keine zusätzlichen Netzhaut-/Glaskörperpositionen.

konkrete Diagnose (ERM oder Makulaforamen)

Operationsindikation

betroffenes Auge

Komplexleistungsinhalt

präoperative Diagnostik getrennt

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. A424-OCT wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Optische Kohärenztomographie des Auges, gegebenenfalls beidseits

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.