Makularotation – Zusatzleistung im veröffentlichten vitreoretinalen Ausnahmefall
Augenheilkunde · Netzhaut und Glaskörper

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Verlagert in seltenen Ausnahmefällen funktionsfähige Netzhaut über ein günstigeres Unterlagerungsgebiet, um zentrale Sehfunktion trotz schwerer Makulaschädigung zu erhalten. Der Eingriff umfasst zusatzleistung im veröffentlichten vitreoretinalen Ausnahmefall.
Wann ist sie anwendbar?
Nur bei eng ausgewählter vitreoretinaler Ausnahmeindikation nach Ausschöpfung etablierter Alternativen und ausführlicher Aufklärung über hohen Aufwand, Komplikationen und unsichere Sehprognose. Erforderliche Kernleistungen: Zusatzleistung im veröffentlichten vitreoretinalen Ausnahmefall; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. A1387.1-VR-KOMPLEX | Kernposition | Komplexer Netzhaut-Glaskörper-Eingriff mit submakulärer Chirurgie oder weiteren in A1387.1 genannten Voraussetzungen. Zugrunde liegende Komplexleistung bei submakulärer Chirurgie; keine zusätzlichen Netzhaut-/Glaskörperpositionen außerhalb der veröffentlichten Ausnahme. |
| GOÄ-Nr. A1387.2-MAKULAROTATION | Kernposition | Makularotation. Nur im veröffentlichten Ausnahmefall zusätzlich zur zutreffenden A1387/A1387.1-Komplexleistung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Kernposition der Kombination
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Netzhautablösung – vitreoretinale Komplexoperation“ sowie „Epiretinale Membran oder Makulaforamen – vitreoretinale Komplexoperation“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. A1387.1-VR-KOMPLEX: Zugrunde liegende Komplexleistung bei submakulärer Chirurgie; keine zusätzlichen Netzhaut-/Glaskörperpositionen außerhalb der veröffentlichten Ausnahme.
GOÄ-Nr. A1387.2-MAKULAROTATION: Nur im veröffentlichten Ausnahmefall zusätzlich zur zutreffenden A1387/A1387.1-Komplexleistung.
Indikation zur Makularotation
zugrunde liegende Komplexleistung A1387 oder A1387.1
Auge
Operationsbericht
Ähnliche Abrechnungsfälle
Netzhautablösung – vitreoretinale Komplexoperation
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
