Operative Entfernung eines Naevus flammeus

Abrechnungshinweise für Ästhetische und Plastische Medizin

FachgruppeÄsthetische und Plastische Medizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 2440
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 444
GOÄ-Abrechnung für Operative Entfernung eines Naevus flammeus

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Reduziert die sichtbare kapilläre Gefäßfehlbildung und damit Farbintensität beziehungsweise lokale Gewebeveränderung, ohne sie mit einem Hauttumor gleichzusetzen. Der Eingriff umfasst operative Entfernung eines Naevus flammeus, je Sitzung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei kosmetisch oder funktionell belastendem Nävus flammeus nach Beurteilung von Ausdehnung, Lokalisation und möglichen syndromalen Begleitbefunden; Verfahren und Erfolgsaussicht sind individuell abzuwägen. Erforderliche Kernleistung: Operative Entfernung eines Naevus flammeus, je Sitzung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 2440KernpositionOperative Entfernung eines Naevus flammeus, je Sitzung. Direkte GOÄ-Ziffer nur bei operativer Entfernung nach Leistungslegende; Laserbehandlung stattdessen nach der einschlägigen BÄK-Analogempfehlung prüfen.
GOÄ-Nr. 444Bedingt / alternativZuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 800 bis 1199 Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Exzision einer größeren Haut- oder Unterhautgeschwulst“ sowie „Implantation haartragender Haut“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nr. 2440: Direkte GOÄ-Ziffer nur bei operativer Entfernung nach Leistungslegende; Laserbehandlung stattdessen nach der einschlägigen BÄK-Analogempfehlung prüfen.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 444 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.