Paraphimose – unblutige Reposition

Urologie · Harnröhre und äußeres Genitale

FachgruppeUrologie
ThemenbereichHarnröhre und äußeres Genitale
KernpositionenGOÄ-Nr. 1739 und GOÄ-Nr. 5
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 3511
GOÄ-Abrechnung für Paraphimose – unblutige Reposition

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Reponiert beziehungsweise löst einen hinter der Glans fixierten Vorhautring und stellt die ungestörte Durchblutung des Penis rasch wieder her. Die Versorgung umfasst unblutige Beseitigung einer Paraphimose beziehungsweise Lösung einer Vorhautverklebung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei schmerzhafter ödematöser Paraphimose als dringliche Behandlung; zunächst schonende Reposition, operative Spaltung bei Ischämie, Nekrose oder erfolglosem unblutigem Vorgehen. Erforderliche Kernleistung: Unblutige Beseitigung einer Paraphimose beziehungsweise Lösung einer Vorhautverklebung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1739KernpositionUnblutige Beseitigung einer Paraphimose und/oder Lösung einer Vorhautverklebung
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Paraphimose – operative Beseitigung“ sowie „Männliche Harnröhre – unblutige Fremdkörperentfernung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1739: Unblutige Beseitigung einer Paraphimose und/oder Lösung einer Vorhautverklebung

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung

Ischämie-/Ödembefund

Repositionstechnik

Durchblutung danach

weitere Therapie

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 3511 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.