Presbyopie oder Akkommodationsstörung – Refraktion und Akkommodationsmessung
Augenheilkunde · Refraktion und Sehhilfen

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Quantifiziert den optischen Brechungsfehler und trennt sphärische von zylindrischen Anteilen als Grundlage einer passenden Sehkorrektion. Die Abklärung umfasst refraktion und Akkommodationsmessung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Visusminderung, subjektiv veränderter Sehschärfe oder vor einer Korrektionsentscheidung, sofern eine vollständige Refraktionsbestimmung erforderlich ist. Erforderliche Kernleistungen: Refraktion und Akkommodationsmessung; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten. |
| GOÄ-Nr. 1200 | Kernposition | Subjektive Refraktionsbestimmung mit sphärischen Gläsern |
| GOÄ-Nr. 1203 | Kernposition | Messung der Maximal- oder Gebrauchsakkommodation mittels Akkommodometer oder Optometer |
| GOÄ-Nr. 1207 | Bedingt / alternativ | Prüfung von Mehrstärken- oder Prismenbrillen bei subjektiver Brillenunverträglichkeit |
| GOÄ-Nr. 1240 | Bedingt / alternativ | Spaltlampenmikroskopie der vorderen und mittleren Augenabschnitte |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Myopie/Astigmatismus – vollständige Refraktionsbestimmung“ sowie „Anisometropie/Aniseikonie – qualitative und quantitative Spezialdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1200: Subjektive Refraktionsbestimmung mit sphärischen Gläsern
GOÄ-Nr. 1203: Messung der Maximal- oder Gebrauchsakkommodation mittels Akkommodometer oder Optometer
Fern- und Nahvisus
Akkommodationsbreite
Nahzusatz
Beschwerden mit Mehrstärkenbrille
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; allgemeine Bestimmungen des Behandlungsfalls beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Augenheilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
