Proktologische Basisdiagnostik

Abrechnungshinweise für Proktologie

AbrechnungsfallProktologische Basisdiagnostik – digitale Untersuchung, Proktoskopie und gegebenenfalls Rektoskopie
FachgruppeProktologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 705
GOÄ-Abrechnung für Proktologische Basisdiagnostik – digitale Untersuchung, Proktoskopie und gegebenenfalls Rektoskopie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Kombiniert Inspektion, Palpation und direkte Schleimhautsicht, um häufige anorektale Ursachen von Blutung, Schmerz, Prolaps oder Entleerungsstörung zu unterscheiden. Die Abklärung umfasst digitale Untersuchung, Proktoskopie und gegebenenfalls Rektoskopie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei anorektalen Beschwerden oder auffälligem Befund; die Untersuchungstiefe richtet sich nach Fragestellung, Schmerz, Blutung und der Notwendigkeit, eine höher gelegene Ursache auszuschließen. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Digitale Untersuchung, Proktoskopie und gegebenenfalls Rektoskopie.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher –. Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig.
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung. Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8.
GOÄ-Nr. 11Bedingt / alternativDigitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist.
GOÄ-Nr. 705KernpositionProktoskopie. Bei tatsächlich durchgeführter diagnostischer Proktoskopie.
GOÄ-Nr. 690Bedingt / alternativRektoskopie – gegebenenfalls einschließlich Probeexzision und/oder Probepunktion. Nur bei tatsächlich zusätzlich durchgeführter Rektoskopie. Eine im Rahmen der Nr. 690 vorgenommene Probeexzision/Probepunktion ist nicht nochmals separat anzusetzen.
GOÄ-Nr. A5298Bedingt / alternativVideoendoskopie-Zuschlag bei Verwendung eines flexiblen digitalen Videoendoskops, analog Nr. 5298 GOÄ. Nur wenn eine berechnungsfähige Endoskopie mit einem flexiblen digitalen Videoendoskop anstelle eines Glasfaserendoskops durchgeführt wurde; nicht für starre Proktoskopie oder bloßen Kameraaufsatz. Je Sitzung nur einmal; 25 % des einfachen Gebührensatzes der jeweiligen Basisleistung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A5298

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 5298
Source note: BÄK-Beschluss 2020: Videoendoskopie-Zuschlag für alle endoskopischen Leistungen bei erfüllten apparativen Voraussetzungen.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher –; Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig..

GOÄ-Nummer 5: Symptombezogene Untersuchung; Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8..

GOÄ-Nummer 11: Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata; Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist..

GOÄ-Nummer 705: Proktoskopie; Bei tatsächlich durchgeführter diagnostischer Proktoskopie..

GOÄ-Nummer 690: Rektoskopie – gegebenenfalls einschließlich Probeexzision und/oder Probepunktion; Nur bei tatsächlich zusätzlich durchgeführter Rektoskopie. Eine im Rahmen der Nr. 690 vorgenommene Probeexzision/Probepunktion ist nicht nochmals separat anzusetzen..

GOÄ-Nummer A5298: Videoendoskopie-Zuschlag bei Verwendung eines flexiblen digitalen Videoendoskops, analog Nr. 5298 GOÄ; Nur wenn eine berechnungsfähige Endoskopie mit einem flexiblen digitalen Videoendoskop anstelle eines Glasfaserendoskops durchgeführt wurde; nicht für starre Proktoskopie oder bloßen Kameraaufsatz. Je Sitzung nur einmal; 25 % des einfachen Gebührensatzes der jeweiligen Basisleistung..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.