Welche GOÄ-Ziffern sind für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ in Betracht?
Für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1796 als Kernposition. Weitere GOÄ-Zusatzpositionen sind nicht pauschal hinterlegt.
Bei der Abrechnung von „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ stehen Harnblasenfistel, suprapubisch, Operation. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1796 | Kernposition | Offener operativer Zugang; Zielleistungsprinzip und bereits bestehenden Zugang beachten. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Offener operativer Zugang; Zielleistungsprinzip und bereits bestehenden Zugang beachten.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Perkutane Anlage einer Nierenfistel/Nephrostomie“ sowie „Akuter Harnverhalt bei der Frau – Katheterisierung und Ursachenabklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Harnblasenfistel, suprapubisch, Operation
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1796: Offener operativer Zugang; Zielleistungsprinzip und bereits bestehenden Zugang beachten.
Operationsindikation
Zugang und Katheter
Wundversorgung
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1796 (Offener operativer Zugang; Zielleistungsprinzip und bereits bestehenden Zugang beachten). Nicht erbrachte Zusatzleistungen werden nicht aus der Behandlungsbezeichnung ergänzt.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
Eine Kernposition wird allein aus dem Behandlungstitel abgeleitet, obwohl ihr vollständiger Leistungsinhalt nicht dokumentiert ist.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Perkutane Anlage einer Nierenfistel/Nephrostomie
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akuter Harnverhalt bei der Frau – Katheterisierung und Ursachenabklärung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akuter Harnverhalt beim Mann – Katheterisierung und Ursachenabklärung
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1796. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Operative Anlage einer suprapubischen Harnblasenfistel“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Perkutane Anlage einer Nierenfistel/Nephrostomie“ sowie „Akuter Harnverhalt bei der Frau – Katheterisierung und Ursachenabklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
