Welche GOÄ-Ziffern sind für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Radiologie für das Thema „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ in Betracht?
Für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 319 als Kernposition. GOÄ-Nr. 417 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ stehen Schilddrüsenpunktion, FNA, Ultraschall. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Modalität, Körperregion, Zahl der Ebenen oder Serien, Kontrastmittelphase, interventionelle Zusatzleistung und modalitätsspezifische Höchstwerte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 417 | Bedingt / alternativ | Nur zusätzlich, wenn eine vollständige selbständige diagnostische Sonographie mit eigenständigem Befund erbracht wurde; reine Nadel- oder Drainageführung genügt nicht. |
| GOÄ-Nr. 319 | Kernposition | Punktion/Gewebeentnahme aus der Schilddrüse |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Bedingte oder alternative Position
Nur zusätzlich, wenn eine vollständige selbständige diagnostische Sonographie mit eigenständigem Befund erbracht wurde; reine Nadel- oder Drainageführung genügt nicht.
Kernposition der Kombination
Punktion/Gewebeentnahme aus der Schilddrüse
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Ultraschallgesteuerte Organpunktion/Biopsie“ sowie „Ultraschallgesteuerte Punktion von Brustdrüse oder Lymphknoten“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Schilddrüsenpunktion, FNA, Ultraschall
rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen
GOÄ-Nr. 319: Punktion/Gewebeentnahme aus der Schilddrüse
Zielknoten
Zugangsweg
Probenmaterial
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 319 (Punktion/Gewebeentnahme aus der Schilddrüse). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 417 gilt zusätzlich: Nur zusätzlich, wenn eine vollständige selbständige diagnostische Sonographie mit eigenständigem Befund erbracht wurde; reine Nadel- oder….
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Weitere Ebenen, Regionen, Kontrastmittel- oder Interventionspositionen dürfen nicht aus der Untersuchungsbezeichnung, sondern nur aus dem dokumentierten Protokoll folgen.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 417 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur zusätzlich, wenn eine vollständige selbständige diagnostische Sonographie mit eigenständigem Befund erbracht wurde; reine Nadel- oder Drainageführung…
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Radiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Ultraschallgesteuerte Organpunktion/Biopsie
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Ultraschallgesteuerte Punktion von Brustdrüse oder Lymphknoten
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Ultraschallgesteuerte Punktion/Drainage eines Abszesses, Seroms, Hygroms oder Hämatoms
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Transluminale Sonographie eines oder mehrerer Blutgefäße (IVUS)
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 319. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Ultraschallgesteuerte Schilddrüsenpunktion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Ultraschallgesteuerte Organpunktion/Biopsie“ sowie „Ultraschallgesteuerte Punktion von Brustdrüse oder Lymphknoten“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
