Welche GOÄ-Ziffern sind für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ in Betracht?
Für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3511 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3531 und GOÄ-Nr. 4605 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ stehen Zystitis, Dysurie, Pollakisurie, Harnwegsinfekt, Blasenentzündung. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 3511 | Kernposition | Urinteststreifen |
| GOÄ-Nr. 3531 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher Mikroskopie. |
| GOÄ-Nr. 4605 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigener Durchführung; weiterführende mikrobiologische Diagnostik wird vom leistenden Labor berechnet. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Symptombezogene Untersuchung
Kernposition der Kombination
Urinteststreifen
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher Mikroskopie.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigener Durchführung; weiterführende mikrobiologische Diagnostik wird vom leistenden Labor berechnet.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf“ sowie „Urethritis beim Mann – Diagnostik und lokale Behandlung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Zystitis, Dysurie, Pollakisurie, Harnwegsinfekt
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 3511: Urinteststreifen
Symptome und Dauer
Fieber/Flankenschmerz als Warnzeichen
Urinbefund
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung); GOÄ-Nr. 3511 (Urinteststreifen). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3531 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlicher Mikroskopie.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 3531 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher Mikroskopie.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Urethritis beim Mann – Diagnostik und lokale Behandlung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akute Nierenkolik – urologische Diagnostik
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Urologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testenFür „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3511 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3531 und GOÄ-Nr. 4605 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3511. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Akute Zystitis – klinische und urinanalytische Diagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf“ sowie „Urethritis beim Mann – Diagnostik und lokale Behandlung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
