Urethritis beim Mann – Diagnostik und lokale Behandlung
Urologie · Infektiologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Sichert eine Harnröhrenentzündung durch gezielte Erregerdiagnostik und behandelt Infektion beziehungsweise lokale Beschwerden unter Berücksichtigung möglicher Partnerbehandlung. Die Behandlung umfasst symptombezogene Untersuchung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Dysurie, urethralem Ausfluss oder Expositionsrisiko; Material soll vor antimikrobieller Behandlung gewonnen und das Erregerspektrum an Anamnese und Leitlinie angepasst werden. Erforderliche Kernleistung: Symptombezogene Untersuchung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 298 | Bedingt / alternativ | Entnahme und gegebenenfalls Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung. Nur bei tatsächlich entnommenem urethralem Abstrich; die mikrobiologische Laborleistung wird vom leistenden Labor berechnet. |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Urinteststreifen |
| GOÄ-Nr. 4605 | Bedingt / alternativ | Semiquantitative Keimzahlbestimmung im Urin mittels Eintauchobjektträgerkultur. Nur bei eigener Durchführung und entsprechender Harnwegsfragestellung. |
| GOÄ-Nr. 1700 | Bedingt / alternativ | Spülung der männlichen Harnröhre und/oder Instillation von Arzneimitteln. Nur bei tatsächlich durchgeführter therapeutischer Spülung oder Instillation; nicht als Diagnostikposition. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf“ sowie „Akute Pyelonephritis – urologische Akutdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung
Sexual-/Infektionsanamnese
Ausflussbefund
Urin/Mikrobiologie
Spülung/Instillation bei Durchführung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 298 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich entnommenem urethralem Abstrich; die mikrobiologische Laborleistung wird vom leistenden Labor berechnet.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
