Welche GOÄ-Ziffern sind für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichInfektiologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ in Betracht?

Für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1754, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 4605 und GOÄ-Nr. 420 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ stehen Epididymitis, Orchitis, Hodenschmerz, akutes Skrotum, Hodentorsion, plötzlicher Hodenschmerz. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 410KernpositionUltraschalluntersuchung eines Skrotalorgans
GOÄ-Nr. 1754Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Gefäßdiagnostik; Nr. 401 nicht zusätzlich.
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUrinteststreifen
GOÄ-Nr. 4605Bedingt / alternativNur bei eigener Durchführung.
GOÄ-Nr. 420Bedingt / alternativNur bei eigenständiger weiterer Fragestellung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 5

Kernposition der Kombination

Symptombezogene Untersuchung

GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Ultraschalluntersuchung eines Skrotalorgans

GOÄ 1754

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Gefäßdiagnostik; Nr. 401 nicht zusätzlich.

GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Urinteststreifen

GOÄ 4605

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigener Durchführung.

GOÄ 420

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigenständiger weiterer Fragestellung.

Erforderlicher Zusammenhang: 410

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“?

Hinweise zur Kombination

Eine Hodentorsion ist ein zeitkritischer Notfall; Diagnostik darf die unverzügliche operative Versorgung nicht verzögern. Für eine operative Detorquierung wurde ohne belastbare geltende bundeseinheitliche Analogempfehlung keine freie Analogziffer gebildet.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Schmerzbeginn und Torsionsausschluss
Skrotalbefund
Perfusion
Urin-/Infektionsdiagnostik
Fieber
Zeitpunkt des Schmerzbeginns und Torsionszeichen
Dringliche operative Vorstellung bei nicht sicher ausgeschlossener Torsion

Wie grenzt sich „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute Pyelonephritis – urologische Akutdiagnostik“ sowie „Rezidivierende Harnwegsinfektionen – erweiterte Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Epididymitis, Orchitis, Hodenschmerz, akutes Skrotum

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung

GOÄ-Nr. 410: Ultraschalluntersuchung eines Skrotalorgans

Schmerzbeginn und Torsionsausschluss

Skrotalbefund

Perfusion

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung); GOÄ-Nr. 410 (Ultraschalluntersuchung eines Skrotalorgans). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1754 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlicher Gefäßdiagnostik; Nr. 401 nicht zusätzlich.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1754 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher Gefäßdiagnostik; Nr. 401 nicht zusätzlich.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1754, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 4605 und GOÄ-Nr. 420 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Akutes Skrotum – Epididymitis/Orchitis und Ausschluss einer Hodentorsion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute Pyelonephritis – urologische Akutdiagnostik“ sowie „Rezidivierende Harnwegsinfektionen – erweiterte Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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