Welche GOÄ-Ziffern sind für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“.

FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichZyklus, Endokrinologie und Fertilität
PrüfmaßstabManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ in Betracht?

Für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 420 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3529, GOÄ-Nr. 4024, GOÄ-Nr. 4021, GOÄ-Nr. 4026 und GOÄ-Nr. 4030 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ stehen Amenorrhoe, PCOS, Zyklusstörung, Hyperandrogenämie, Oligomenorrhoe. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
GOÄ-Nr. 410KernpositionSonographie des Uterus; Organ benennen.
GOÄ-Nr. 403KernpositionZuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
GOÄ-Nr. 250KernpositionBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 3529Bedingt / alternativQualitativer Schwangerschaftstest.
GOÄ-Nr. 4024Bedingt / alternativQuantitatives hCG bei unklarem Schwangerschaftsstatus.
GOÄ-Nr. 4021Bedingt / alternativFSH-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 4026Bedingt / alternativLH-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 4030Bedingt / alternativTSH-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 4039Bedingt / alternativEstradiol-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 4040Bedingt / alternativProgesteron-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 4041Bedingt / alternativProlaktin-Bestimmung.
GOÄ-Nr. 3560Bedingt / alternativGlukosebestimmung bei metabolischer Indikation.
GOÄ-Nr. 3561Bedingt / alternativHbA1c bei metabolischer Indikation.
GOÄ-Nr. 420KernpositionJe weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.
GOÄ-Nr. 4036Bedingt / alternativAndrostendion nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.
GOÄ-Nr. 4038Bedingt / alternativDHEA-S nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.
GOÄ-Nr. 4042Bedingt / alternativTestosteron nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Kernposition der Kombination

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 7

Kernposition der Kombination

Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme

GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Sonographie des Uterus; Organ benennen.

GOÄ 403

Kernposition der Kombination

Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418
415
GOÄ 250

Kernposition der Kombination

Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene

GOÄ 3529

Bedingte oder alternative Position

Qualitativer Schwangerschaftstest.

Abrechnungsalternative: pregnancy_test
GOÄ 4024

Bedingte oder alternative Position

Quantitatives hCG bei unklarem Schwangerschaftsstatus.

Abrechnungsalternative: pregnancy_test
GOÄ 4021

Bedingte oder alternative Position

FSH-Bestimmung.

GOÄ 4026

Bedingte oder alternative Position

LH-Bestimmung.

GOÄ 4030

Bedingte oder alternative Position

TSH-Bestimmung.

GOÄ 4039

Bedingte oder alternative Position

Estradiol-Bestimmung.

GOÄ 4040

Bedingte oder alternative Position

Progesteron-Bestimmung.

GOÄ 4041

Bedingte oder alternative Position

Prolaktin-Bestimmung.

GOÄ 3560

Bedingte oder alternative Position

Glukosebestimmung bei metabolischer Indikation.

GOÄ 3561

Bedingte oder alternative Position

HbA1c bei metabolischer Indikation.

GOÄ 420

Kernposition der Kombination

Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.

Wiederholung:
Max: 3
Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418
GOÄ 4036

Bedingte oder alternative Position

Androstendion nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.

GOÄ 4038

Bedingte oder alternative Position

DHEA-S nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.

GOÄ 4042

Bedingte oder alternative Position

Testosteron nur bei tatsächlicher medizinischer Indikation und zulässiger Laborabrechnung.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“?

Hinweise zur Kombination

Laborpositionen nur bei tatsächlicher eigener/zulässig zugeordneter Leistung.
Jedes sonographisch untersuchte Organ in der Rechnung benennen.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Zyklus- und Medikamentenanamnese
klinische Hyperandrogenismuszeichen
Uterus/Ovarien mit Follikelmorphologie
Zeitpunkt im Zyklus
Laborindikation und -ergebnisse
Beurteilung und Plan
bei Androgendiagnostik konkrete Fragestellung und tatsächlich bestimmte Parameter

Wie grenzt sich „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Galaktorrhoe/Hyperprolaktinämie mit Mamma-, Becken- und Hormondiagnostik“ sowie „Klimakterische Beschwerden/Hormonersatztherapie mit gynäkologischer, sonographischer und hormoneller Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Amenorrhoe, PCOS, Zyklusstörung, Hyperandrogenämie

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7

GOÄ-Nr. 410: Sonographie des Uterus; Organ benennen.

Zyklus- und Medikamentenanamnese

klinische Hyperandrogenismuszeichen

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (Sonographie des Uterus; Organ benennen); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…); GOÄ-Nr. 250 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3529 gilt zusätzlich: Qualitativer Schwangerschaftstest.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 3529 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Qualitativer Schwangerschaftstest.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.


5.

Prüfpunkt 5

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 420 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3529, GOÄ-Nr. 4024, GOÄ-Nr. 4021, GOÄ-Nr. 4026 und GOÄ-Nr. 4030 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 420. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Amenorrhoe/PCOS mit umfassender Sonographie und hormoneller Basisdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Galaktorrhoe/Hyperprolaktinämie mit Mamma-, Becken- und Hormondiagnostik“ sowie „Klimakterische Beschwerden/Hormonersatztherapie mit gynäkologischer, sonographischer und hormoneller Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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