Welche GOÄ-Ziffern sind für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ in Betracht?
Für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 1114 und GOÄ-Nr. 420 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4021, GOÄ-Nr. 4026, GOÄ-Nr. 4039 und GOÄ-Nr. 4040 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Bei der Abrechnung von „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ stehen Follikelmonitoring, Insemination, IUI, Ovulation, Kinderwunsch. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung eines Organs |
| GOÄ-Nr. 403 | Kernposition | Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene |
| GOÄ-Nr. 4021 | Bedingt / alternativ | Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve |
| GOÄ-Nr. 4026 | Bedingt / alternativ | Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve |
| GOÄ-Nr. 4039 | Bedingt / alternativ | Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve |
| GOÄ-Nr. 4040 | Bedingt / alternativ | Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve |
| GOÄ-Nr. 252 | Bedingt / alternativ | Subkutane/intramuskuläre Auslösespritze tatsächlich verabreicht. |
| GOÄ-Nr. 1114 | Kernposition | Insemination einschließlich Aufbereitung/Konservierung gemäß Leistungslegende. |
| GOÄ-Nr. 1096 | Bedingt / alternativ | Eigenständige Zervixdilatation nur bei tatsächlicher Notwendigkeit. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. |
| SACHKOSTEN | Auslage / Sachkosten | Arzneimittel/zulässige Materialien nur in tatsächlicher Höhe. |
| GOÄ-Nr. 420 | Kernposition | Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Kernposition der Kombination
Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
Kernposition der Kombination
Ultraschalluntersuchung eines Organs
Kernposition der Kombination
Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
Bedingte oder alternative Position
Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
Bedingte oder alternative Position
Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve
Bedingte oder alternative Position
Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve
Bedingte oder alternative Position
Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve
Bedingte oder alternative Position
Hormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve
Bedingte oder alternative Position
Subkutane/intramuskuläre Auslösespritze tatsächlich verabreicht.
Kernposition der Kombination
Insemination einschließlich Aufbereitung/Konservierung gemäß Leistungslegende.
Bedingte oder alternative Position
Eigenständige Zervixdilatation nur bei tatsächlicher Notwendigkeit.
Bedingte oder alternative Position
Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
Bedingte oder alternative Position
Arzneimittel/zulässige Materialien nur in tatsächlicher Höhe.
Kernposition der Kombination
Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Unerfüllter Kinderwunsch mit Zyklusmonitoring, Hormonprofil und Tubendurchgängigkeitsprüfung“ sowie „Endometrioseverdacht mit Schmerz-/Fertilitätsanamnese, Sonographie und möglicher operativer Pelviskopie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Follikelmonitoring, Insemination, IUI, Ovulation
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7
GOÄ-Nr. 410: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410
Zyklustag und Stimulation
Follikelzahl/-größe und Endometrium
Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…); GOÄ-Nr. 1114 (Insemination einschließlich Aufbereitung/Konservierung gemäß Leistungslegende). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 250 gilt zusätzlich: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250. Die verwendete Auslage Sachkosten / Auslage wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ gesondert zu prüfen?
Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.
SACHKOSTEN
Arzneimittel/zulässige Materialien nur in tatsächlicher Höhe.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.
6.
Prüfpunkt 6
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 1114 und GOÄ-Nr. 420. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Follikelmonitoring mit Ovulationsdiagnostik, Auslösespritze und intrauteriner Insemination“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Unerfüllter Kinderwunsch mit Zyklusmonitoring, Hormonprofil und Tubendurchgängigkeitsprüfung“ sowie „Endometrioseverdacht mit Schmerz-/Fertilitätsanamnese, Sonographie und möglicher operativer Pelviskopie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
