Welche GOÄ-Ziffern sind für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Kinder- und Jugendmedizin für das Thema „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ in Betracht?
Für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ führt die Kette GOÄ-Nr. 8 und GOÄ-Nr. 651 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3517, GOÄ-Nr. 3514 und GOÄ-Nr. 3557 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ stehen Essstörung, Anorexie, Bulimie, Untergewicht, Jugendliche. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Alter und Entwicklungsstand, Vorsorge- oder Krankheitsanlass, Untersuchungsumfang, Zeitvorgaben und gegebenenfalls Einbeziehung der Bezugspersonen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Behandlungsfallbegrenzung beachten; psychotherapeutische/psychiatrische Leistungen gesondert nach tatsächlichem Inhalt prüfen. |
| GOÄ-Nr. 8 | Kernposition | Vollständige Legende erfüllen. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher Entnahme. |
| GOÄ-Nr. 3517 | Bedingt / alternativ | Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis. Nicht zusätzlich für denselben Hämoglobinparameter, wenn dieser bereits Bestandteil der Nr. 3550 ist. |
| GOÄ-Nr. 3514 | Bedingt / alternativ | Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis. |
| GOÄ-Nr. 3557 | Bedingt / alternativ | Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen. |
| GOÄ-Nr. 3558 | Bedingt / alternativ | Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen. |
| GOÄ-Nr. 651 | Kernposition | Bei medizinischer Indikation vollständig durchführen und QTc/Herzfrequenz dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen. Nr. 3517 nicht zusätzlich für denselben bereits im Blutbild bestimmten Hämoglobinwert. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Bedingte oder alternative Position
Behandlungsfallbegrenzung beachten; psychotherapeutische/psychiatrische Leistungen gesondert nach tatsächlichem Inhalt prüfen.
Kernposition der Kombination
Vollständige Legende erfüllen.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher Entnahme.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis. Nicht zusätzlich für denselben Hämoglobinparameter, wenn dieser bereits Bestandteil der Nr. 3550 ist.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.
Bedingte oder alternative Position
Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
Bedingte oder alternative Position
Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
Kernposition der Kombination
Bei medizinischer Indikation vollständig durchführen und QTc/Herzfrequenz dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen. Nr. 3517 nicht zusätzlich für denselben bereits im Blutbild bestimmten Hämoglobinwert.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie“ sowie „Diabetes mellitus – strukturierte Verlaufskontrolle mit Ganzkörperstatus und Point-of-Care-Stoffwechseldiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Essstörung, Anorexie, Bulimie, Untergewicht
Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese
GOÄ-Nr. 8: Vollständige Legende erfüllen.
GOÄ-Nr. 651: Bei medizinischer Indikation vollständig durchführen und QTc/Herzfrequenz dokumentieren.
Gewichts-/BMI-Verlauf
Vitalzeichen und Ganzkörperstatus
Erbrechen/Laxantien
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 8 (Vollständige Legende erfüllen); GOÄ-Nr. 651 (Bei medizinischer Indikation vollständig durchführen und QTc/Herzfrequenz dokumentieren). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Behandlungsfallbegrenzung beachten; psychotherapeutische/psychiatrische Leistungen gesondert nach tatsächlichem Inhalt prüfen.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Altersgebundene Vorsorge-, Entwicklungs- und Beratungsleistungen dürfen nicht ohne Einhaltung ihrer Zeit-, Alters- und Inhaltsvorgaben angesetzt werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Behandlungsfallbegrenzung beachten; psychotherapeutische/psychiatrische Leistungen gesondert nach tatsächlichem Inhalt prüfen.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Kinder- und Jugendmedizin-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie
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Arterielle Hypertonie im Jugendalter – Ganzkörperstatus, Ruhe-EKG, Langzeitblutdruck und metabolische Diagnostik
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 8 und GOÄ-Nr. 651. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie“ sowie „Diabetes mellitus – strukturierte Verlaufskontrolle mit Ganzkörperstatus und Point-of-Care-Stoffwechseldiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
