Welche GOÄ-Ziffern sind für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Kinder- und Jugendmedizin für das Thema „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“.

FachgruppeKinder- und Jugendmedizin
ThemenbereichEndokrinologie und Stoffwechsel
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ in Betracht?

Für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 8 und GOÄ-Nr. 4030 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4023.H4, GOÄ-Nr. 417 und GOÄ-Nr. 651 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ stehen Schilddrüse, Hypothyreose, Hyperthyreose, TSH, Schilddrüsensonographie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Alter und Entwicklungsstand, Vorsorge- oder Krankheitsanlass, Untersuchungsumfang, Zeitvorgaben und gegebenenfalls Einbeziehung der Bezugspersonen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBehandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 8KernpositionNicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Entnahme.
GOÄ-Nr. 4030KernpositionNur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
GOÄ-Nr. 4023.H4Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Bestimmung; H4-Kennzeichnung und Höchstwert Nr. 3633.H beachten; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
GOÄ-Nr. 417Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Untersuchung und Bilddokumentation.
GOÄ-Nr. 651Bedingt / alternativNur bei kardialen Symptomen, relevanter Hyperthyreose oder anderer eigenständiger Indikation.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Kernposition der Kombination

Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ 8

Kernposition der Kombination

Nicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800.

GOÄ 250

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Entnahme.

GOÄ 4030

Kernposition der Kombination

Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

GOÄ 4023.H4

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Bestimmung; H4-Kennzeichnung und Höchstwert Nr. 3633.H beachten; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

GOÄ 417

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Untersuchung und Bilddokumentation.

GOÄ 651

Bedingte oder alternative Position

Nur bei kardialen Symptomen, relevanter Hyperthyreose oder anderer eigenständiger Indikation.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Symptome und Medikation
Ganzkörperstatus
TSH und weitere Laboraufträge
Sonobefund
EKG
Dosisanpassung

Wie grenzt sich „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie“ sowie „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Schilddrüse, Hypothyreose, Hyperthyreose, TSH

Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese

GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ-Nr. 8: Nicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800.

GOÄ-Nr. 4030: Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

Symptome und Medikation

Ganzkörperstatus

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (Behandlungsfallbegrenzung beachten); GOÄ-Nr. 8 (Nicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800); GOÄ-Nr. 4030 (Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 250 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlicher Entnahme.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Altersgebundene Vorsorge-, Entwicklungs- und Beratungsleistungen dürfen nicht ohne Einhaltung ihrer Zeit-, Alters- und Inhaltsvorgaben angesetzt werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher Entnahme.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 8 und GOÄ-Nr. 4030 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4023.H4, GOÄ-Nr. 417 und GOÄ-Nr. 651 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 8 und GOÄ-Nr. 4030. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie“ sowie „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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