Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale …

Kinder- und Jugendmedizin · Endokrinologie und Stoffwechsel

AbrechnungsfallSchilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle
FachgruppeKinder- und Jugendmedizin
ThemenbereichEndokrinologie und Stoffwechsel
GOÄ-Abrechnung für Schilddrüsenerkrankung – Ganzkörperstatus, TSH, Schilddrüsensonographie und kardiale Basiskontrolle

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Verknüpft Morphologie und Funktion der Schilddrüse, um fokale Autonomie, Minderfunktion, Entzündung oder therapiebedürftiges Gewebe einzuordnen. Die Verlaufskontrolle umfasst ganzkörperstatus und Schilddrüsensonographie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei Knoten, Funktionsstörung, auffälligem TSH, unklarer Halsraumforderung oder zur Planung und Kontrolle einer Radioiodbehandlung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Ganzkörperstatus und Schilddrüsensonographie. Grenze: Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung. Behandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 8KernpositionGanzkörperstatus. Nicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativVenöse Blutentnahme. Nur bei tatsächlicher Entnahme.
GOÄ-Nr. 4030KernpositionTSH. Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
GOÄ-Nr. 4023.H4Bedingt / alternativFreies Thyroxin (fT4). Nur bei tatsächlicher Bestimmung; H4-Kennzeichnung und Höchstwert Nr. 3633.H beachten; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
GOÄ-Nr. 417Bedingt / alternativSchilddrüsensonographie. Nur bei tatsächlicher Untersuchung und Bilddokumentation.
GOÄ-Nr. 651Bedingt / alternativRuhe-EKG. Nur bei kardialen Symptomen, relevanter Hyperthyreose oder anderer eigenständiger Indikation.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Kleinwuchs oder Wachstumsstillstand – Ganzkörperstatus, Basislabor, TSH und Schilddrüsensonographie“ sowie „Essstörung im Jugendalter – somatische Risikobeurteilung mit Ganzkörperstatus, EKG und Sicherheitslabor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese

GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ-Nr. 8: Nicht neben Nr. 5 bis 7 oder 800.

GOÄ-Nr. 4030: Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

Symptome und Medikation

Ganzkörperstatus

TSH und weitere Laboraufträge

Sonobefund

EKG

Dosisanpassung

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher Entnahme.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.