Palpitationen oder intermittierende Rhythmusstörung

Kinder- und Jugendmedizin · Kardiologie und Kreislauf

AbrechnungsfallPalpitationen oder intermittierende Rhythmusstörung – Thoraxstatus, Ruhe- und Langzeit-EKG sowie Schilddrüsenabklärung
FachgruppeKinder- und Jugendmedizin
ThemenbereichKardiologie und Kreislauf
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 659, GOÄ-Nr. 602 und GOÄ-Nr. 4030
GOÄ-Abrechnung für Palpitationen oder intermittierende Rhythmusstörung – Thoraxstatus, Ruhe- und Langzeit-EKG sowie Schilddrüsenabklärung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Dokumentiert Rhythmus, Frequenz und strukturelle Begleitbefunde, damit Frequenz-/Rhythmusstrategie und thromboembolisches Risiko fundiert bewertet werden können. Die Abklärung umfasst langzeit-EKG über mindestens 18 Stunden und Ruhe-EKG.

Wann ist sie anwendbar?

Bei Palpitationen, unregelmäßigem Puls, Synkope, dokumentierter Tachyarrhythmie oder zur Kontrolle nach antiarrhythmischer Behandlung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Langzeit-EKG über mindestens 18 Stunden und Ruhe-EKG. Grenze: Mindestens neun Ableitungen.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung. Behandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständiger Thoraxstatus. Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8.
GOÄ-Nr. 651KernpositionRuhe-EKG. Mindestens neun Ableitungen.
GOÄ-Nr. 659Bedingt / alternativLangzeit-EKG über mindestens 18 Stunden. Nur bei vollständiger Aufzeichnung und ärztlicher Auswertung.
GOÄ-Nr. 602Bedingt / alternativPulsoxymetrie. Nur bei eigenständiger Indikation.
GOÄ-Nr. 4030Bedingt / alternativTSH. Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Herzgeräusch – vollständiger Thoraxstatus, Ruhe-EKG, Doppler-Echokardiographie und Pulsoxymetrie“ sowie „Synkope oder orthostatische Beschwerden – neurologischer Status, Schellong-Test, Ruhe-EKG und Basislabor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese

GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ-Nr. 7: Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8.

GOÄ-Nr. 651: Mindestens neun Ableitungen.

Rhythmusanamnese

Familienanamnese

Status

Ruhe-EKG

Langzeitaufzeichnung und Ereigniskorrelation

TSH

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 659 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei vollständiger Aufzeichnung und ärztlicher Auswertung.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.