Palpitationen oder intermittierende Rhythmusstörung
Kinder- und Jugendmedizin · Kardiologie und Kreislauf

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Dokumentiert Rhythmus, Frequenz und strukturelle Begleitbefunde, damit Frequenz-/Rhythmusstrategie und thromboembolisches Risiko fundiert bewertet werden können. Die Abklärung umfasst langzeit-EKG über mindestens 18 Stunden und Ruhe-EKG.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Palpitationen, unregelmäßigem Puls, Synkope, dokumentierter Tachyarrhythmie oder zur Kontrolle nach antiarrhythmischer Behandlung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Langzeit-EKG über mindestens 18 Stunden und Ruhe-EKG. Grenze: Mindestens neun Ableitungen.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung. Behandlungsfallbegrenzung beachten. |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständiger Thoraxstatus. Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8. |
| GOÄ-Nr. 651 | Kernposition | Ruhe-EKG. Mindestens neun Ableitungen. |
| GOÄ-Nr. 659 | Bedingt / alternativ | Langzeit-EKG über mindestens 18 Stunden. Nur bei vollständiger Aufzeichnung und ärztlicher Auswertung. |
| GOÄ-Nr. 602 | Bedingt / alternativ | Pulsoxymetrie. Nur bei eigenständiger Indikation. |
| GOÄ-Nr. 4030 | Bedingt / alternativ | TSH. Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Herzgeräusch – vollständiger Thoraxstatus, Ruhe-EKG, Doppler-Echokardiographie und Pulsoxymetrie“ sowie „Synkope oder orthostatische Beschwerden – neurologischer Status, Schellong-Test, Ruhe-EKG und Basislabor“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese
GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 7: Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8.
GOÄ-Nr. 651: Mindestens neun Ableitungen.
Rhythmusanamnese
Familienanamnese
Status
Ruhe-EKG
Langzeitaufzeichnung und Ereigniskorrelation
TSH
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 659 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei vollständiger Aufzeichnung und ärztlicher Auswertung.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
