Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler …

Gynäkologie und Geburtshilfe · Schwangerschaft und Pränataldiagnostik

AbrechnungsfallGestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung
FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichSchwangerschaft und Pränataldiagnostik
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Ordnet Glukosestoffwechsel, Folgeorganrisiken und Selbstmanagement ein, um die Behandlung alltagstauglich anzupassen und Hypo-/Hyperglykämien sowie Spätfolgen zu vermeiden. Die Verlaufskontrolle umfasst gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei neu diagnostiziertem oder unzureichend eingestelltem Diabetes, Therapieumstellung, Komplikationsverdacht oder strukturiertem Schulungs- und Verlaufskontrollbedarf. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 24KernpositionUntersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken
GOÄ-Nr. 415KernpositionUltraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung
GOÄ-Nr. 1002Bedingt / alternativExterne kardiotokographische Untersuchung. Externe CTG bei entsprechender Indikation/Schwangerschaftswoche.
GOÄ-Nr. 250KernpositionBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 3514Bedingt / alternativUntersuchung folgender Messgrößen unabhängig vom Messverfahren, je Messgröße. Glukosemessung im Basis-/Praxislabor gemäß Leistungslegende; Messzeitpunkt(e) dokumentieren.
GOÄ-Nr. 3560KernpositionGlukose. Glukosebestimmung im dafür zulässigen Laborrahmen; nicht dieselbe Messung zusätzlich zu Nr. 3514.
GOÄ-Nr. 3561Bedingt / alternativGlykierte Hämoglobine (HbA1, HbA1c). HbA1c bei eigenständiger Indikation.
GOÄ-Nr. 3511KernpositionUntersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.
GOÄ-Nr. 3531Bedingt / alternativUrinsediment
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild und Blutbildbestandteile
GOÄ-Nr. 3551Bedingt / alternativElektronischzytometrische/zytochemisch-zytometrische Leukozyten-Differenzierung, zusätzlich zu Nr. 3550. Nur zusätzlich Nr. 3550.
GOÄ-Nr. A1008Bedingt / alternativDifferenzialdiagnostische Duplex-Sonographie des fetomaternalen Gefäßsystems (ggf. farbig/direktional) mit Frequenzspektralanalyse bei Verdacht auf fetale Gefährdung/Schädigung, analog Nr. 689 GOÄ. Fetomaternaler Duplex nur bei entsprechender Risikosituation und erforderlicher Qualifikation.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 3514

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: glucose_measurement_method
Wiederholung:
Min: 1
GOÄ 3560

Kernposition der Kombination

Abrechnungsalternative: glucose_measurement_method
Wiederholung:
Min: 1
GOÄ 3551

Bedingte oder alternative Position

Abhängig von:
3550
GOÄ A1008

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 689

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

A1008 nicht als Routine bei jedem Gestationsdiabetes; klare fetomaternale Gefäßindikation und Qualifikation erforderlich.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Schwangerschaftsverlaufskontrolle mit Ultraschall, CTG, Urin-, Glukose- und GBS-Diagnostik“ sowie „Hyperemesis gravidarum mit Schwangerschaftskontrolle, Labor und intravenöser Therapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 24: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24

GOÄ-Nr. 415: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415

GOÄ-Nr. 250: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250

Schwangerschaftswoche und Risikofaktoren

Glukosebelastung mit Zeitpunkten/Werten

fetales Wachstum/Fruchtwasser

CTG

Urin/Labor

Indikation und Befund eines Dopplers

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1002 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Externe CTG bei entsprechender Indikation/Schwangerschaftswoche.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Gynäkologie und Geburtshilfe: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen
Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.