Welche GOÄ-Ziffern sind für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ in Betracht?
Für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ führt die Kette GOÄ-Nr. 24, GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 1002, GOÄ-Nr. A1008, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3550 und GOÄ-Nr. 75 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3531, GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3585, GOÄ-Nr. 3594 und GOÄ-Nr. 3595 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ stehen Präeklampsie, Gestose, Plazentainsuffizienz, Doppler Schwangerschaft, Hypertonie Schwangerschaft. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 24 | Kernposition | Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken |
| GOÄ-Nr. 415 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung |
| GOÄ-Nr. 1002 | Kernposition | Externe Kardiotokographie. |
| GOÄ-Nr. A1008 | Kernposition | Duplex des fetomaternalen Gefäßsystems bei begründetem Verdacht/Risiko und entsprechender Qualifikation. |
| GOÄ-Nr. 250 | Kernposition | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene |
| GOÄ-Nr. 3511 | Kernposition | Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. 3531 | Bedingt / alternativ | Urinsediment |
| GOÄ-Nr. 3550 | Kernposition | Blutbild und Blutbildbestandteile |
| GOÄ-Nr. 3551 | Bedingt / alternativ | Nur zusätzlich Nr. 3550. |
| GOÄ-Nr. 3585 | Bedingt / alternativ | Kreatininbestimmung bei Nierenfunktionsabklärung. |
| GOÄ-Nr. 3594 | Bedingt / alternativ | GOT/AST-Bestimmung bei Leberbeteiligungs-/HELLP-Abklärung. |
| GOÄ-Nr. 3595 | Bedingt / alternativ | GPT/ALT-Bestimmung bei Leberbeteiligungs-/HELLP-Abklärung. |
| GOÄ-Nr. 60 | Bedingt / alternativ | Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt |
| GOÄ-Nr. 75 | Kernposition | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken
Kernposition der Kombination
Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung
Kernposition der Kombination
Externe Kardiotokographie.
Kernposition der Kombination
Duplex des fetomaternalen Gefäßsystems bei begründetem Verdacht/Risiko und entsprechender Qualifikation.
Kernposition der Kombination
Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
Kernposition der Kombination
Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.
Bedingte oder alternative Position
Urinsediment
Kernposition der Kombination
Blutbild und Blutbildbestandteile
Bedingte oder alternative Position
Kreatininbestimmung bei Nierenfunktionsabklärung.
Bedingte oder alternative Position
GOT/AST-Bestimmung bei Leberbeteiligungs-/HELLP-Abklärung.
Bedingte oder alternative Position
GPT/ALT-Bestimmung bei Leberbeteiligungs-/HELLP-Abklärung.
Bedingte oder alternative Position
Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt
Kernposition der Kombination
Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Pr äeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ sowie „Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Präeklampsie, Gestose, Plazentainsuffizienz, Doppler Schwangerschaft
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 24: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24
GOÄ-Nr. 415: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415
GOÄ-Nr. 1002: Externe Kardiotokographie.
Blutdruck, Symptome und Schwangerschaftswoche
Urin/Proteinurie
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 24 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24); GOÄ-Nr. 415 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415); GOÄ-Nr. 1002 (Externe Kardiotokographie); GOÄ-Nr. A1008 (Duplex des fetomaternalen Gefäßsystems bei begründetem Verdacht/Risiko und entsprechender Qualifikation); GOÄ-Nr. 250 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3531 gilt zusätzlich: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 3531.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 3531 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 3531
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Weiterführende fetale Fehlbildungsdiagnostik mit differenzierter Sonographie, fetaler Echokardiographie und fetomaternalem Duplex
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 24, GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 1002, GOÄ-Nr. A1008, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3550 und GOÄ-Nr. 75. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ sowie „Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
