Welche GOÄ-Ziffern sind für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“.

FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichSchwangerschaft und Pränataldiagnostik
PrüfmaßstabManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ in Betracht?

Für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 24, GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4024 und GOÄ-Nr. 3550 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3531, GOÄ-Nr. 1010 und GOÄ-Nr. 1002 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ stehen Frühschwangerschaft, Blutung Schwangerschaft, Abortdrohung, hCG Verlauf, Eileiterschwangerschaft. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 24KernpositionUntersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken
GOÄ-Nr. 415KernpositionUltraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung
GOÄ-Nr. 403KernpositionZuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
GOÄ-Nr. 250KernpositionBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 4024KernpositionQuantitative HCG-Bestimmung, soweit die Leistungslegende/Methode erfüllt ist.
GOÄ-Nr. 3550KernpositionBlutbild und Blutbildbestandteile
GOÄ-Nr. 3551Bedingt / alternativNur zusätzlich Nr. 3550.
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.
GOÄ-Nr. 3531Bedingt / alternativUrinsediment
GOÄ-Nr. 1010Bedingt / alternativAmnioskopie nur bei passender Schwangerschaftswoche und Indikation.
GOÄ-Nr. 1002Bedingt / alternativExterne CTG bei entsprechender Schwangerschaftswoche.
GOÄ-Nr. 60Bedingt / alternativKonsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
GOÄ-Nr. 4053Bedingt / alternativHCG-Bestimmung speziell zum Ausschluss einer Extrauteringravidität nur bei erfüllter Leistungslegende/Methode und zulässiger Laborabrechnung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 24

Kernposition der Kombination

Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken

GOÄ 415

Kernposition der Kombination

Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung

GOÄ 403

Kernposition der Kombination

Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418
415
GOÄ 250

Kernposition der Kombination

Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene

GOÄ 4024

Kernposition der Kombination

Quantitative HCG-Bestimmung, soweit die Leistungslegende/Methode erfüllt ist.

Abrechnungsalternative: hcg_method
GOÄ 3550

Kernposition der Kombination

Blutbild und Blutbildbestandteile

GOÄ 3551

Bedingte oder alternative Position

Nur zusätzlich Nr. 3550.

Abhängig von:
3550
GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.

GOÄ 3531

Bedingte oder alternative Position

Urinsediment

GOÄ 1010

Bedingte oder alternative Position

Amnioskopie nur bei passender Schwangerschaftswoche und Indikation.

GOÄ 1002

Bedingte oder alternative Position

Externe CTG bei entsprechender Schwangerschaftswoche.

GOÄ 60

Bedingte oder alternative Position

Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt

GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.

GOÄ 4053

Bedingte oder alternative Position

HCG-Bestimmung speziell zum Ausschluss einer Extrauteringravidität nur bei erfüllter Leistungslegende/Methode und zulässiger Laborabrechnung.

Abrechnungsalternative: hcg_method

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“?

Hinweise zur Kombination

Nr. 24 ersetzt in derselben Inanspruchnahme die ausgeschlossenen Beratungs-/Untersuchungsziffern.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Schwangerschaftswoche, Blutungsstärke und Kreislauf
Sonographie mit Lage/Vitalität
hCG-Wert und Verlauf
Blutbild
Rh-/weitere Laborabklärung als Fremd-/Eigenleistung
weitere Versorgung

Wie grenzt sich „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ sowie „Fehlgeburt/Missed Abortion mit Ultraschall, Labor und konservativer oder operativer Versorgung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Frühschwangerschaft, Blutung Schwangerschaft, Abortdrohung, hCG Verlauf

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 24: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24

GOÄ-Nr. 415: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415

GOÄ-Nr. 403: Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

Schwangerschaftswoche, Blutungsstärke und Kreislauf

Sonographie mit Lage/Vitalität

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 24 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24); GOÄ-Nr. 415 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…); GOÄ-Nr. 250 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250); GOÄ-Nr. 4024 (Quantitative HCG-Bestimmung, soweit die Leistungslegende/Methode erfüllt ist). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3551 gilt zusätzlich: Nur zusätzlich Nr. 3550.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 3551 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur zusätzlich Nr. 3550.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.


5.

Prüfpunkt 5

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 24, GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4024 und GOÄ-Nr. 3550 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3531, GOÄ-Nr. 1010 und GOÄ-Nr. 1002 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 24, GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 4024 und GOÄ-Nr. 3550. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ sowie „Fehlgeburt/Missed Abortion mit Ultraschall, Labor und konservativer oder operativer Versorgung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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