Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung

Gynäkologie und Geburtshilfe · Schwangerschaft und Pränataldiagnostik

FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichSchwangerschaft und Pränataldiagnostik
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Beurteilt mütterlichen und fetalen Verlauf, erkennt risikorelevante Abweichungen und unterstützt zeitgerechte präventive oder geburtshilfliche Maßnahmen. Die Verlaufskontrolle umfasst schwangerschaftskontrolle mit Beratung und Befundbewertung und Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge.

Wann ist sie anwendbar?

Im Schwangerschaftsverlauf bei regulärer Kontrolle, konkretem Risikofaktor, auffälligem Befund oder einer klar definierten prophylaktischen Indikation. Erforderliche Kernleistungen: Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 24KernpositionUntersuchung im Schwangerschaftsverlauf -einschließlich Beratung und Bewertung der Befunde, gegebenenfalls auch im Hinblick auf Schwangerschaftsrisiken
GOÄ-Nr. 415KernpositionUltraschalluntersuchung im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge – gegebenenfalls einschließlich Biometrie und Beurteilung der Organentwicklung
GOÄ-Nr. 403KernpositionZuschlag zu den sonographischen Leistungen bei transkavitärer Untersuchung. Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
GOÄ-Nr. 250KernpositionBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 4024KernpositionHormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve. Quantitative HCG-Bestimmung, soweit die Leistungslegende/Methode erfüllt ist.
GOÄ-Nr. 3550KernpositionBlutbild und Blutbildbestandteile
GOÄ-Nr. 3551Bedingt / alternativElektronischzytometrische/zytochemisch-zytometrische Leukozyten-Differenzierung, zusätzlich zu Nr. 3550. Nur zusätzlich Nr. 3550.
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.
GOÄ-Nr. 3531Bedingt / alternativUrinsediment
GOÄ-Nr. 1010Bedingt / alternativAmnioskopie. Amnioskopie nur bei passender Schwangerschaftswoche und Indikation.
GOÄ-Nr. 1002Bedingt / alternativExterne kardiotokographische Untersuchung. Externe CTG bei entsprechender Schwangerschaftswoche.
GOÄ-Nr. 60Bedingt / alternativKonsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
GOÄ-Nr. 4053Bedingt / alternativHormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve. HCG-Bestimmung speziell zum Ausschluss einer Extrauteringravidität nur bei erfüllter Leistungslegende/Methode und zulässiger Laborabrechnung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 403

Kernposition der Kombination

Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418
415
GOÄ 4024

Kernposition der Kombination

Abrechnungsalternative: hcg_method
GOÄ 3551

Bedingte oder alternative Position

Abhängig von:
3550
GOÄ 4053

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: hcg_method

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Nr. 24 ersetzt in derselben Inanspruchnahme die ausgeschlossenen Beratungs-/Untersuchungsziffern.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Präeklampsie-/Plazentainsuffizienz-Risikokontrolle mit CTG, Labor und fetomaternalem Duplex“ sowie „Fehlgeburt/Missed Abortion mit Ultraschall, Labor und konservativer oder operativer Versorgung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 24: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 24

GOÄ-Nr. 415: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 415

GOÄ-Nr. 403: Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

Schwangerschaftswoche, Blutungsstärke und Kreislauf

Sonographie mit Lage/Vitalität

hCG-Wert und Verlauf

Blutbild

Rh-/weitere Laborabklärung als Fremd-/Eigenleistung

weitere Versorgung

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 3551 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur zusätzlich Nr. 3550.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.