Infektionsgefährdung im Gesundheitsdienst – Vorsorge mit Impfstatus-/Serologieprüfung
Vorsorge, Impfstatus und Serologie bei Biostoffexposition ohne pauschale Laborübernahme.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
Die Beratung zum tätigkeitsbedingten Infektionsrisiko ist der Ausgangspunkt. Untersuchung und Blutentnahme werden nur bei tatsächlicher Durchführung angesetzt; Leistungen eines Fremdlabors rechnet dieses selbst ab.
| GOÄ-Ziffer | Rolle in der Kette | Leistung und Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung. |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingte Zusatzposition | Symptombezogene Untersuchung Nur bei tatsächlich erbrachter symptombezogener Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingte Zusatzposition | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene Nur bei tatsächlich eigener venöser Blutentnahme; Laborleistungen des Fremdlabors nicht übernehmen. |
Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Diese Seite behandelt die Vorsorge und Statusprüfung. Die Durchführung einer Injektions-, Parallel-, oralen oder Tetanus-Simultanimpfung hat jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
konkrete Biostoff- und Tätigkeitsgefährdung
Impf- und Immunstatus sowie Beratungsinhalt
Symptombezug einer körperlichen Untersuchung
eigene Blutentnahme und klare Zuordnung der Fremdlaborleistungen
Praxisbeispiel
Dokumentierter Behandlungsablauf
Bei Nadelstichgefährdung wird der Immunstatus beraten und für eine indizierte Serologie venöses Blut in der Praxis entnommen. Das Fremdlabor rechnet seine Analytik selbst.
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
Eine körperliche Untersuchung wird ohne Symptome oder tatsächliche Durchführung ergänzt.
2.
Fremdlaboranalysen werden zusammen mit der eigenen Blutentnahme als eigene Leistungen übernommen.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Die endgültige Rechnung richtet sich nach der tatsächlich erbrachten Leistung, der geltenden GOÄ und der konkreten Vertragsgrundlage.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
