Harninkontinenz – plastische Operation

Urologie · Inkontinenz

FachgruppeUrologie
ThemenbereichInkontinenz
KernpositionenGOÄ-Nr. 1780
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 250
GOÄ-Abrechnung für Harninkontinenz – plastische Operation

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Rekonstruiert die für den Harnverschluss relevante Beckenboden- beziehungsweise Harnröhrenunterstützung und soll eine gesicherte Belastungsinkontinenz dauerhaft vermindern. Der Eingriff umfasst plastische Operation zur Behebung der Harninkontinenz.

Wann ist sie anwendbar?

Bei objektivierter, konservativ nicht ausreichend behandelter Belastungsinkontinenz nach urodynamischer und anatomischer Einordnung; Verfahren und Risiken richten sich nach Voroperationen und Funktionsbefund. Erforderliche Kernleistung: Plastische Operation zur Behebung der Harninkontinenz; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1780KernpositionPlastische Operation zur Behebung der Harninkontinenz
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Harninkontinenz – Implantation eines künstlichen Schließmuskels“ sowie „Belastungsinkontinenz – Basis- und Funktionsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1780: Plastische Operation zur Behebung der Harninkontinenz

Inkontinenztyp

plastische Technik

Harnableitung

Wundverlauf

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.