Belastungsinkontinenz – Basis- und Funktionsdiagnostik

Urologie · Inkontinenz

FachgruppeUrologie
ThemenbereichInkontinenz
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 1791
GOÄ-Abrechnung für Belastungsinkontinenz – Basis- und Funktionsdiagnostik

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Differenziert Speicher- und Entleerungsstörungen und macht den zugrunde liegenden Funktionsmechanismus für die Therapieplanung messbar. Die Abklärung umfasst uroflowmetrie und Ultraschalluntersuchung des betreffenden Organs. Typisch ist Urinverlust bei Husten, Bewegung oder Belastung; untersucht werden Beckenboden, Sphinkterfunktion und belastungsabhängige Leckage.

Wann ist sie anwendbar?

Bei belastender Inkontinenz, Drang, Restharn, neurogener Blasenstörung oder vor invasiver Therapie, wenn Anamnese und Basisdiagnostik nicht ausreichen. Erforderliche Kernleistungen: Uroflowmetrie und Ultraschalluntersuchung des betreffenden Organs; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 1792KernpositionUroflowmetrie einschließlich Registrierung
GOÄ-Nr. 410KernpositionUltraschalluntersuchung eines Organs
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
GOÄ-Nr. 1791Bedingt / alternativTonographische Blasenuntersuchung und/oder Schließmuskelfunktionsprüfung einschließlich Katheterisierung

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „TVT/TOT-Bandoperation bei Stressinkontinenz“ sowie „Blasenhalsobstruktion bei der Frau – transurethrale Resektion“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung

GOÄ-Nr. 1792: Uroflowmetrie einschließlich Registrierung

GOÄ-Nr. 410: Ultraschalluntersuchung eines Organs

Inkontinenzform und Padverbrauch

Husten-/Belastungstest

Uroflow und Restharn

Urinstatus

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Beratung – auch mittels Fernsprecher

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.