Welche GOÄ-Ziffern sind für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ in Betracht?
Für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1799 als Kernposition. GOÄ-Nr. 410 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ stehen Nierenbeckendruckmessung, Whitaker-Test, Abflussstörung, UPJ. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1799 | Kernposition | Nierenbeckendruckmessung |
| GOÄ-Nr. 410 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständiger sonographischer Beurteilung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ berechnungsfähig?
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Nierenbeckenabgangsstenose – Nierenbeckenplastik“ sowie „Nierenraumforderung – sonographische und laborchemische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Nierenbeckendruckmessung, Whitaker-Test, Abflussstörung, UPJ
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1799: Nierenbeckendruckmessung
Indikation
Zugangsweg
Druckkurve/Messwerte
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1799 (Nierenbeckendruckmessung). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 410 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständiger sonographischer Beurteilung.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 410 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständiger sonographischer Beurteilung.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Nierenbeckenabgangsstenose – Nierenbeckenplastik
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Nierenraumforderung – sonographische und laborchemische Abklärung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Nierenzyste – Verlaufskontrolle
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Adrenalektomie beidseitig
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1799. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Nierenbeckendruckmessung bei Abflussstörung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Nierenbeckenabgangsstenose – Nierenbeckenplastik“ sowie „Nierenraumforderung – sonographische und laborchemische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
