Orbitatumor – Entfernung mit Muskelablösung
Augenheilkunde · Orbita und Tumoren

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Behandelt einen okulären oder orbitalen Tumor lokal durch vollständige Entfernung, Bestrahlungsapplikation oder Koagulation und wahrt dabei möglichst Auge und Sehfunktion. Der Eingriff umfasst entfernung mit Muskelablösung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei klinisch und bildgebend beziehungsweise histologisch gesichertem behandlungsbedürftigem Tumor; Verfahren und Umfang folgen Lage, Größe, Dignität und funktioneller Gefährdung. Erforderliche Kernleistungen: Entfernung mit Muskelablösung; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1284 | Kernposition | Entfernung von Fremdkörpern oder Geschwulst aus der Augenhöhle mit Muskelablösung |
| GOÄ-Nr. 1244 | Kernposition | Exophthalmometrie |
| GOÄ-Nr. 1260 | Bedingt / alternativ | Elektromyographie der äußeren Augenmuskeln |
| GOÄ-Nr. A7024-AUGENSTELLUNG-9-BLICK | Bedingt / alternativ | Differenzierende Analyse der Augenstellung in neun Blickrichtungen einschließlich Kopfneigetest |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Orbitatumor – Entfernung ohne Muskelablösung“ sowie „Orbitatumor/Fremdkörper – Entfernung mit Resektion der Orbitalwand“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1284: Entfernung von Fremdkörpern oder Geschwulst aus der Augenhöhle mit Muskelablösung
GOÄ-Nr. 1244: Exophthalmometrie
Tumorlokalisation
beteiligte Muskeln
Operation
postoperative Motilität
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1260 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Elektromyographie der äußeren Augenmuskeln
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
