MRT der venösen Abflussregion mit Hochdruck-Kontrastmittelinjektion

Abrechnungshinweise für Phlebologie

FachgruppePhlebologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 5720 und GOÄ-Nr. 346
GOÄ-Abrechnung für MRT der venösen Abflussregion mit Hochdruck-Kontrastmittelinjektion

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Stellt tiefe venöse Abflusswege in Abdomen und Becken sowie umgebende Weichteile ohne ionisierende Strahlung dar und lokalisiert Obstruktion oder Kompression. Die Bildgebung umfasst MRT der venösen Abflussregion mit Hochdruck-Kontrastmittelinjektion.

Wann ist sie anwendbar?

Bei spezieller zentralvenöser Abfluss- oder Raumforderungsfrage, wenn Duplex nicht reicht und MR-Technik geeignet ist; Kontrastmittel und Untersuchungsfeld folgen der vermuteten Läsion. Erforderliche Kernleistungen: MRT der venösen Abflussregion mit Hochdruck-Kontrastmittelinjektion; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 5720KernpositionMagnetresonanztomographie im Bereich des Abdomens und/oder des Beckens. Tatsächliche MRT des Abdomens und/oder Beckens bei konkreter Fragestellung. Abdomen und Becken nicht automatisch als zwei Ansätze Nr. 5720.
GOÄ-Nr. 5731Bedingt / alternativErgänzende Serie(n) zu den Leistungen nach den Nummern 5700 bis 5730 (z.B. nach Kontrastmitteleinbringung, Darstellung von Arterien als MR-Angiographie). Tatsächlich ergänzende diagnostische Serie, z. B. nach Kontrastmittel; einmal insgesamt, nicht je Sequenz. Die Benennung MR-Venographie allein begründet keinen zusätzlichen Ansatz.
GOÄ-Nr. 346KernpositionIntravenöse Einbringung des Kontrastmittels mittels Hochdruckinjektion. Tatsächlich intravenöse Hochdruck-Kontrastmittelinjektion; nicht zusätzlich Nrn. 344/345 für dieselbe Einbringung und nicht jede Druckphase einzeln.
GOÄ-Nr. 347Bedingt / alternativErgänzung für jede weitere intravenöse Kontrastmitteleinbringung mittels Hochdruckinjektion bei bestehendem Zugang - im Zusammenhang mit der Leistung nach Nummer 346 -. Nur weitere tatsächlich eigenständige intravenöse Hochdruck-Kontrastmittelinjektion über bestehenden Zugang nach Nr. 346; kein Zuschlag für Kochsalzspülung, bloßen Phasenwechsel oder Nachlaufen derselben Injektion.
GOÄ-Nr. 5732Bedingt / alternativZuschlag zu den Leistungen nach den Nummern 5700 bis 5730 für Positionswechsel und/oder Spulenwechsel. Nur bei indiziertem tatsächlichem Positions- oder Spulenwechsel zur Gewinnung zusätzlicher diagnostischer Information; nicht für bloße Übersichtslokalisation oder übliches Ein-/Ausfahren des Tisches bei vorher geplanter Kontrastmittelgabe. Einmal je Sitzung, Faktor 1,0.
GOÄ-Nr. 5733Bedingt / alternativZuschlag für computergesteuerte Analyse (z.B. Kinetik, 3D-Rekonstruktion). Nur eigenständige computergestützte Analyse, z. B. tatsächlich diagnostisch erforderliche Kinetikauswertung oder 3D-Rekonstruktion; keine routinemäßige Bildbetrachtung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 5732

Bedingte oder alternative Position

Hinterlegter Faktor: 1
GOÄ 5733

Bedingte oder alternative Position

Hinterlegter Faktor: 1

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 5720: Magnetresonanztomographie im Bereich des Abdomens und/oder des Beckens; Tatsächliche MRT des Abdomens und/oder Beckens bei konkreter Fragestellung. Abdomen und Becken nicht automatisch als zwei Ansätze Nr. 5720..

GOÄ-Nummer 5731: Ergänzende Serie(n) zu den Leistungen nach den Nummern 5700 bis 5730 (z.B. nach Kontrastmitteleinbringung, Darstellung von Arterien als MR-Angiographie); Tatsächlich ergänzende diagnostische Serie, z. B. nach Kontrastmittel; einmal insgesamt, nicht je Sequenz. Die Benennung MR-Venographie allein begründet keinen zusätzlichen Ansatz..

GOÄ-Nummer 346: Intravenöse Einbringung des Kontrastmittels mittels Hochdruckinjektion; Tatsächlich intravenöse Hochdruck-Kontrastmittelinjektion; nicht zusätzlich Nrn. 344/345 für dieselbe Einbringung und nicht jede Druckphase einzeln..

GOÄ-Nummer 347: Ergänzung für jede weitere intravenöse Kontrastmitteleinbringung mittels Hochdruckinjektion bei bestehendem Zugang - im Zusammenhang mit der Leistung nach Nummer 346 -; Nur weitere tatsächlich eigenständige intravenöse Hochdruck-Kontrastmittelinjektion über bestehenden Zugang nach Nr. 346; kein Zuschlag für Kochsalzspülung, bloßen Phasenwechsel oder Nachlaufen derselben Injektion..

GOÄ-Nummer 5732: Zuschlag zu den Leistungen nach den Nummern 5700 bis 5730 für Positionswechsel und/oder Spulenwechsel; Nur bei indiziertem tatsächlichem Positions- oder Spulenwechsel zur Gewinnung zusätzlicher diagnostischer Information; nicht für bloße Übersichtslokalisation oder übliches Ein-/Ausfahren des Tisches bei vorher geplanter Kontrastmittelgabe. Einmal je Sitzung, Faktor 1,0..

GOÄ-Nummer 5733: Zuschlag für computergesteuerte Analyse (z.B. Kinetik, 3D-Rekonstruktion); Nur eigenständige computergestützte Analyse, z. B. tatsächlich diagnostisch erforderliche Kinetikauswertung oder 3D-Rekonstruktion; keine routinemäßige Bildbetrachtung..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.