Pseudokrupp – Akutuntersuchung, Pulsoxymetrie, Inhalation und gegebenenfalls Injektion
Kinder- und Jugendmedizin · Infektiologie und Atemwege

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Beurteilt bei kindlicher Atemwegsobstruktion Atemarbeit und Oxygenierung, behandelt akut inhalativ beziehungsweise medikamentös und erkennt stationäre Warnzeichen. Die Behandlung umfasst pulsoxymetrie und Subkutane/intramuskuläre Injektion.
Wann ist sie anwendbar?
Bei Stridor, Giemen, Einziehungen, Tachypnoe oder Trinkschwäche; Alter, Sättigung, Erschöpfung und Ansprechen auf Therapie bestimmen Beobachtung und Eskalation. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Pulsoxymetrie und Subkutane/intramuskuläre Injektion. Grenze: Eigenständige apparative Messung.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung. Nur bei tatsächlich möglicher eigenständiger Beratung; Behandlungsfallbegrenzung beachten. |
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung. Akute Atemwegssymptomatik vollständig beurteilen. |
| GOÄ-Nr. K1 | Kernposition | Kleinkinderzuschlag. Nur bis zum vollendeten 4. Lebensjahr und zu Nr. 5; einfacher Satz. |
| GOÄ-Nr. 602 | Kernposition | Pulsoxymetrie. Eigenständige apparative Messung. |
| GOÄ-Nr. 500 | Bedingt / alternativ | Inhalationsbehandlung. Nur bei tatsächlich durchgeführter inhalativer Behandlung. |
| GOÄ-Nr. 252 | Bedingt / alternativ | Subkutane/intramuskuläre Injektion. Nur wenn ein Medikament tatsächlich s.c./i.m. appliziert wurde; Präparat, Dosis und Applikationsort dokumentieren. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Bronchiolitis oder akute obstruktive Bronchitis beim Kleinkind – Thoraxstatus, Inhalation und Verlaufskontrolle“ sowie „Pneumonieverdacht oder protrahierter unterer Atemwegsinfekt – Thoraxstatus, Pulsoxymetrie, Lungenfunktion und CRP“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese
GOÄ-Nr. 5: Akute Atemwegssymptomatik vollständig beurteilen.
GOÄ-Nr. K1: Nur bis zum vollendeten 4. Lebensjahr und zu Nr. 5; einfacher Satz.
GOÄ-Nr. 602: Eigenständige apparative Messung.
Schweregrad und Stridor
Sättigung
Medikament, Dosis und Applikationsweg
Verlauf nach Therapie
Einweisungsentscheidung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich möglicher eigenständiger Beratung; Behandlungsfallbegrenzung beachten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
